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Montag, 6. September 2010

Emacs, make und tote Bäume

Seit dem 31. August bin ich dabei mit einem Teamkollegen am 29. Bundeswettbewerb Informatik teilzunehmen. Eigentlich sollte dieser am 1.9 beginnen, doch aus irgendwelchen Gründen konnte man die Aufgaben schon am Vorabend um 19:00 herunterladen. Dafür muss man jedoch bis Mitte September auf Material für eine Aufgabe warten.
Für diesen Wettbewerb habe ich mir vorgenommen auf meine bisherigen IDEs für C++ Code::Blocks und Qt Creator zu verzichten und Emacs mit makefiles zu nutzen, da ich ihn von Lisp her schon ausreichend gut kenne (vorallem M-x butterfly hat mich schon bei so manchem Bug rausgehauen). Vermissen tue ich nur die Autocompletion von Qt Creator, die man aber offensichtlich nachrüsten kann (vielleicht hiermit?).
Was ich aber vor allem brauche ist momentan Papier. Bisher habe ich für Aufgabe 5 des Wettbewerbs 10 Seiten vollgeschrieben, was weit über meinen normalen Planungsaufwand hinausgeht (ein gutes Zeichen?). Mein Ansatz für das Umlagern einer Pyramide (in besagter Aufgabe) funktioniert auf Papier für Pyramiden mit bis zu 5 Schichten, ob es für größere hinhaut muss dann doch die Simulation zeigen.
Für eine Pyramide mit N = 1000000 Schichten hagelte es jedoch schon Integerüberläufe.

Samstag, 10. Juli 2010

Von Triangulierung, hoher Mathematik und gutem Essen

Vom 30.6 bis zum 2.7 war ich in Saarbrücken am Max Planck Institut für
Informatik im Rahmen der "Forschungstage Informatik" des
Bundeswettbewerbs Informatik. Das klingt jetzt nach viel Informatik,
war aber eher Mathe (also doch Informatik). Der vorherige Satz ist
noch ein Verwirrungsartefakt aus einer Vorlesung mit sechs Leuten bei
einem Professor der theoretischen Informatik, der uns Triangulierung
erklärt hat und dann einige Probleme auftrug.

Diese bestanden darin eine obere bzw. untere Schranke für die maximale
bzw. minimale Anzahl der Triangulierungen in einer beliebigen
Punktmenge zu finden. Wir (ich und fünf andere BWinf Teilnehmer) haben
ca. eine Stunde lang hin und her gerechnet und kamen zu keinerlei
Ergebnis. Der Professor eröffnete uns schließlich, dass wir uns an
einem ungelösten Forschungsproblem wie einige vor uns die Zähne
ausgebissen hatten.

Bei der Triangulierung bekam ich schon den Eindruck, dass ich
mathematisch wohl etwas ungebildet bin, was sich erhärtete als bei
einem Weiteren Vortrag über Routing in Ad-Hoc Netzwerken noch mehr
Binomialkoeffizienten und vorallem Matrizen vorkamen. Deshalb habe ich
mir erstmal einige Grundlagenbücher gekauft, da ich Angst hatte, dass
relevante Themen aus dem Matheunterricht rausgekürzt werden, um die G8
Schüler nicht scheitern zu lassen. Ich habe mir "Das gelbe Rechenbuch"
und "An Introduction to Algorithms" besorgt; beide Bücher sind sehr zu
empfehlen.

An dieser Stelle muss ich auch das Max Planck Institut für Informatik
bewundern: Der Gebäudekomplex an der Universität der Saarlandes ist
von beeindruckender Architektur, u.A. ein elektrisches Kunstwerk,
bestehend nur aus LEDs, Widerständen, Transistoren und Kondensatoren, das
sich an einem inneren Turm vom ersten bis zum fünften Stockwerk
erstreckt und auf Geräusche mit LEDs reagiert. Als sich alle
Teilnehmer der Forschungstage in der Halle zum Essen versammelt
hatten, bot die Anlage wegen der Gespräche beeindruckende Muster.

Apropos Essen, das mpii hat für ausgezeichnete Verpflegung
gesorgt. Als neuer Schirmherr der BWinf scheint es nicht knauserig zu
sein, denn es hat u.A. einen Bowlingabend und eine gute Jugendherberge
finanziert. Das ganze Institut an sich ist hochmodern und wohl
ausgezeichnet gefördert: Durch EU Fördergelder baut es gerade eine großer
Erweiterung an. Von diesen Eindrücken her würde ich angehenden
Informatikstudenten empfehlen, diese Uni in Erwägung zu ziehen.