Der Blog lag still, wie sooft lag das an Zeitmangel in den Ferien. Ganz schön anstrengend sind diese, es wird mal wieder Zeit für die Schule. Ich habe in dieser "Ferienzeit" unter anderem ein Praktikum gehabt, am BWInf Runde Zwei teilgenommen und etwas an einer vermurksten Jahresarbeit gebastelt.
Das Praktikum lief eine Woche lang bei der Firma Exorbyte, einer Firma die auf Suchen spezialisiert ist. Zu tun war einiges; einen HTTP Proxy in Python zu schreiben, sich mit dem Produkt MatchMaker vertraut machen und ein C++ Programm mit der hauseigenen API zu schreiben. Dazu gab es längere Besuche bei (sehr netten) Mitarbeitern, um sich ein Berufsfeld direkt anzusehen. Um mir es jedoch anzugewöhnen, die anderen im Betrieb zu duzen hat eine Woche leider nicht gereicht. Ein für mich sehr erfreuliches Ende des Praktikums war das Angebot einen Ferienjob zu erhalten, was wirklich überraschend kam.
Der Bundeswettbewerb Informatik war weniger erfreulich: Nach längerer Beschäftigung mit den (wie ich fand) recht happigen Aufgaben und abschließender Dokumentation hat man doch eine gewisse Abneigung gegenüber Anagrammen und Fragmentierungsvermeidung entwickelt.
Dann ist da noch die Jahresarbeit; ich hatte die geniale Idee einen Addierer aus TTL Logik zu bauen. Man muss ja nur ein Paar Chips verkabeln - denkste. Momentan schwirren mir mehr undefinierte Potentiale, merkwürdige Verhaltensweisen und unerklärliche Ergebnisse durch die Schaltung als ich hier beschreiben kann. Eine Warnung an die Nachwelt: TTL Logik ist kein Steckbausatz und ein Multimeter erreicht beim Debuggen bei Weitem nicht die Leistung von Programmen wie gdb (wobei man der Schaltung zu Gute halten muss, dass sie nur selten mit SIGSEGV abstürzt)
Nunja jetzt ist jedenfalls wieder Zeit zum freien Coden (Lisp!), zum Basteln und zum Blogschreiben. In diesem Sinne,
bloggend (bzw in Zeichen 12,5 nicht mehr),
bad_alloc
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Dienstag, 6. April 2010
Freitag, 20. November 2009
LaTeX
Ich habe eben eine kleine Englischhausaufgabe probeweise in LaTeX geschrieben, ohne vorherige Kenntnisse in diesem System. In Kombination mit Emacs musste ich verwundert feststellen wie viel produktiver man zu Werke geht als mit OpenOffice: Kein Menüdschungel, kein Kampf mit dem Format, nur hin und wieder ein Blick auf die Referenz. Das entstandene Dokument wirkt wesentlich professioneller als ein OpenOffice Dokument in einem ähnlich kurzem Zeitraum gestaltet werden könnte und es ist ein konsistentes Layout vorgegeben, zu dem man sich in OO steckenweise Zwingen muss.
Insgesamt kann ich LaTeX nur weiter empfehlen, auch an Leute, die bisher nur Officesuiten gewöhnt sind; die Arbeit läuft besser und die Einarbeitungszeit zum effektiven Arbeiten ist kürzer (zumindest bei mir war das so).
Insgesamt kann ich LaTeX nur weiter empfehlen, auch an Leute, die bisher nur Officesuiten gewöhnt sind; die Arbeit läuft besser und die Einarbeitungszeit zum effektiven Arbeiten ist kürzer (zumindest bei mir war das so).
Donnerstag, 22. Oktober 2009
1024 Bytes pro Stunde Übertragungsgeschwindigkeit
Diese Rate habe ich heute erreicht:
Heute wollten ich und ein Freund im Rahmen von Jugend Forscht in der Schule einen Mikrocontroller programmieren; zu Anfangs nur ein kurzes Testprogramm. Nun standen wir aber vor dem Problem, dass einer der zwei vorhandenen Computer zwar internetfähig war, aber nicht für die Programmierung des MCs geeignet war, mangels serieller Schnittstelle. Ein anderer war zwar geeignet, hatte aber keinen Internetzugang. Ein Datenaustausch über einen USB Stick war wegen der Schulsoftware ebenfalls nicht möglich. Was bleibt also über?
Richtig die manuelle Methode: Diktieren.
Ich durfte also 512 Bytes eingeben die mit diktiert wurden und das ist kein Vergnügen; ich sehe jetzt noch Zahlen vor mir schwirren. In einer halben Stunde lief das ganze ab. Wir waren zwar fertig mit dem Übertragen, aber zum Test kam es aus Zeitmangel nicht.
Heute wollten ich und ein Freund im Rahmen von Jugend Forscht in der Schule einen Mikrocontroller programmieren; zu Anfangs nur ein kurzes Testprogramm. Nun standen wir aber vor dem Problem, dass einer der zwei vorhandenen Computer zwar internetfähig war, aber nicht für die Programmierung des MCs geeignet war, mangels serieller Schnittstelle. Ein anderer war zwar geeignet, hatte aber keinen Internetzugang. Ein Datenaustausch über einen USB Stick war wegen der Schulsoftware ebenfalls nicht möglich. Was bleibt also über?
Richtig die manuelle Methode: Diktieren.
Ich durfte also 512 Bytes eingeben die mit diktiert wurden und das ist kein Vergnügen; ich sehe jetzt noch Zahlen vor mir schwirren. In einer halben Stunde lief das ganze ab. Wir waren zwar fertig mit dem Übertragen, aber zum Test kam es aus Zeitmangel nicht.
Samstag, 19. September 2009
Eine Idee für das Bildungssystem
Jeden Tag muss ich mich über die schwere Bücherlast in meinem Rucksack ärgern: Mindestens drei Kilo an Büchern und Papier schleppe ich mit mir rum. Was für mich ärgerlich ist, ist für Grundschüler etc. sogar Gesundheitsschädlich; dauerhaft gehört so viel Gewicht nicht auf einen jungen Rücken. Außerdem sind viele Schulbücher hoffnungslos veraltet und in einem recht schlechten Zustand. Neuanschaffungen gibt es nur zu besonderen Anlässen, wie zum G8 Beginn. Wie ist dieses Problem nun zu Lösen?
Vorschlag: Jeder Schüler bekommt einmalig einen XO von OLPC gestellt, auf den Schulbücher, Übungsmaterial usw. geladen werden. Unterm Strich wäre dies vermutlich billiger, als beständig Bücher und Schreibmaterial zu kaufen. In Uruguay ist dies bereits der Fall (siehe heise.de)
Laut Wikipedia haben wir 9.505.241 Schüler, ich gehe hier mal von 9,5 Millionen aus. Nach dem "Innovationsreport" kostet ein Schüler pro Jahr offiziell 4.916€ und inoffiziell 7.017€. Das macht je nach offizieller Zahl 46.702.000.000€ bis 66.661.500.000€ pro Jahr. Wie kann dieses Konzept die Schule nun günstiger machen?
Nun jeder Schüler bekommt ab der vierten oder fünften Klasse einmalig einen XO gestellt, bei einem selbst verschuldeten Defekt zahlt der Schüler selber den neuen Rechner.
Führt man in den Klassen 5 - 13 den Computer ein, so wären geschätzte sechs Millionen Schüler betroffen. Bei 175€ pro Schüler käme man auf einmalig 612.500.000€ für die Neuanschaffung.
Nimmt man wie heise 15€ für die laufenden Kosten pro Jahr an, so ergibt dies 90.000.000€ pro Jahr. Das sind 0,193% der offiziellen Kosten. Man kann vermutlich auch annehmen, dass die Materialkosten, die mit den Notebooks hinfällig wären weit darüber liegen (ich tippe auf 15 - 20%). Hier liegt also ein großes Einsparpotenzial.
Zusammenfassend die Vorteile:
Vorschlag: Jeder Schüler bekommt einmalig einen XO von OLPC gestellt, auf den Schulbücher, Übungsmaterial usw. geladen werden. Unterm Strich wäre dies vermutlich billiger, als beständig Bücher und Schreibmaterial zu kaufen. In Uruguay ist dies bereits der Fall (siehe heise.de)
Laut Wikipedia haben wir 9.505.241 Schüler, ich gehe hier mal von 9,5 Millionen aus. Nach dem "Innovationsreport" kostet ein Schüler pro Jahr offiziell 4.916€ und inoffiziell 7.017€. Das macht je nach offizieller Zahl 46.702.000.000€ bis 66.661.500.000€ pro Jahr. Wie kann dieses Konzept die Schule nun günstiger machen?
Nun jeder Schüler bekommt ab der vierten oder fünften Klasse einmalig einen XO gestellt, bei einem selbst verschuldeten Defekt zahlt der Schüler selber den neuen Rechner.
Führt man in den Klassen 5 - 13 den Computer ein, so wären geschätzte sechs Millionen Schüler betroffen. Bei 175€ pro Schüler käme man auf einmalig 612.500.000€ für die Neuanschaffung.
Nimmt man wie heise 15€ für die laufenden Kosten pro Jahr an, so ergibt dies 90.000.000€ pro Jahr. Das sind 0,193% der offiziellen Kosten. Man kann vermutlich auch annehmen, dass die Materialkosten, die mit den Notebooks hinfällig wären weit darüber liegen (ich tippe auf 15 - 20%). Hier liegt also ein großes Einsparpotenzial.
Zusammenfassend die Vorteile:
- dauerhafte Ersparnisse durch eBooks
- Schonung der Umwelt durch weniger Papierverbrauch
- frühes Erlernen der Bedienung eines Computers
- freierer Zugang zu Wissen durch das integrierte WLAN, sofern die Schule APs zur Verfügung stellt
- relativ hohe einmalige Beschaffungskosten
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