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Donnerstag, 9. September 2010

Heise.de braucht wohl etwas länger...

...um zu bemerken, dass der Bundeswettbewerb Informatik begonnen hat, und zwar acht Tage: Link
Völlig unzusammenhängend dazu ist hier noch ein Link zum Vorschlag von negativer Masse (nicht Materie).

Samstag, 20. Februar 2010

Von Werkzeugen, Freunden und dem Homo Interneticus

Kürzlich lief auf BBC Two eine ausgezeichnete Sendung über das Internet und seinen Einfluss ("The Virtual Revolution"). Kritiker und Befürworter des Internets hatten beide gleiche Sprechzeit und wurden nie polemisiert. Außerdem schaffte es die Dokumentation ohne die bösen Hacker etc. auszukommen und erreichte ein ausgewogenes, neutral-optimistisches Urteil über das Internet. So was findet man leider selten (und wahr war das Gesagte auch noch!). Behandelt wurden u.A folgende Themen:
  1. 10.000 Facebook Freunde → Was ist ein Freund?
  2. Informationsüberladung
  3. Was ist das Internet? (indirekt angesprochen, nicht so trivial wie es klingt)
  4. Das Internet frisst seine User (und unsere Kinder?)
  5. Fehler des Grundverständnisses der "analogen Generation" am Internet (nur indirekt angesprochen)
  6. Kultur der irrelevanten Wegwerfmasse
Neben der dringenden Empfehlung sich diese Dokumentation anzuschauen (möglicherweise sind einige Selbsterkennungsmomente dabei) , möchte ich hier noch ein paar eigene Gedanken ablegen:

1) Viele Kritisieren den Verlust der Bedeutung einer so genannten Freundschaft auf Seiten wie Facebook. Man denkt: "Wenn man 10.000 Freunde hat, ist das nicht eine Perversion des zwischenmenschlichen Verhaltens?". Dieses Argument, welches häufig von Internetkritikern benutzt wird ist meiner Meinung nach vollkommen haltlos: Kommunizieren wir den mit all den Tausenden regelmäßig? Nein, wir kennen die meisten nicht einmal! Hier wird etwas von oben herab als Freundschaft definiert, was gar keine sein kann. Das Merkmal einer Internetfreundschaft ist nicht die Bezeichnung, sondern die Menge an Kommunikation, die zwischen den Partnern herrscht. So kam auch heraus, dass in Facebook nur fünf bis sechs aktive Freundschaften bestehen. den Rest kann man durchaus als "soziale Ablagerungen" bezeichnen.

2) Es wurde auch aufgezeigt, wie viele den Umgang mit der Informationsflut bemängeln: Ein Springen von Seite zu Seite mit kurzem Überfliegen von Inhalten soll das Verinnerlichen von Wissen hemmen. Wer weiß, dass jede Information sofort aufrufbar ist, will nicht mehr langwierig und augenscheinlich umständlich in Büchern lesen. Hier haben die Kritiker recht, denn wer ein langes Buch durchliest, beschäftigt sich länger mit dem Stoff als ein Springer und hängt dann gewissermaßen vom Netz ab. Wenn in so einer Gesellschaft plötzlich zensiert wird, kommt dies einer teilweisen Hirnamputation gleich. Hier behaupte ich, dass das Internet wirklich eine Gefahr aufweist, sofern man durch falschen Umgang völlig abhängig wird.

3) Apropos falscher Umgang, der Film behandelt auch die Internetsucht und Vereinsamung vor dem Rechner. Viele sind der Ansicht, dass das Werkzeug Internet nur Gutes bringen darf, nicht etwa Sucht, Kriminalität und diverse andere Gefahren, gerade für Jugendliche, weshalb das Internet dringen eingeschränkt werden muss. Was wiederum übersehen wird ist der Begriff Werkzeug: Wie ein Hammer, ein Auto oder eine andere Maschine ist das Internet nur ein Instrument des Menschen für den Menschen Informationen auszutauschen. Genauso ist es Aufgabe eines Hammers Kraft auf ein anderes Objekt auszuüben. Ob dieses Objekt ein Nagel oder ein Schädel ist liegt am Anwender. Ebenso liegt es am Anwender was er in das Netz stellt, was er herausholt und wen er heranlässt (→Kinder). Wenn das Internet also doch schlussendlich "böse" wäre, so hätten wir es so gemacht. Es kann nur ein Spiegel unserer selbst sein [Anmerkung: großspurige Formulierung für einen großen Verständnisfehler]. Ein zusätzlicher Angstfaktor im Internet ist zum einen seine Ungreifbarkeit und Immateriallität und der von der Menge unverstandene Computer, der für den Laien nicht kontrollierbar scheint.

4) Der Vereinsamung der Kinder vor dem Computer und im Internet stelle ich die Fragen gegenüber: Warum bietet das Netz Kindern ein besseres Leben als das Reallife? Wird ihnen nichts besseres geboten? Ist man im Internet wirklich einsamer? Warum schiebt man die Schuld des Verkommens am Netz auf dieses selber und nicht auf das Versagen der Erziehenden?

5) Diesen Punkt habe ich weitgehend bereits erörtert. Die "Analogen" haben Angst vor dem unbeherrschbaren Computer und können aus ihrem linearen, auf eine Sache fixierten Denken kein Verständnis für die von Information zu Information hüpfende, weniger konzentrierte Gesellschaft entwickeln. Allerdings ist ihr Buchdenken nicht als obsolet abzustempeln, es ist eben ein anderer, älterer Denkansatz, der in anderen Umgebungen besser funktioniert als Hyperlinkdenken.

6) Einige Sprecher (Kritiker) im Film kritisierten, dass der größte Teil des Inhalts im Internet unbeständig und sich ständig ändernd sei. Es bestünde eine regelrechte "Informationswegwerfgesellschaft". Was ist daran schlecht? Wir haben ein Werkzeug um fast unbegrenzt viel dynamische Informationen zu übertragen, was genutzt werden will. Wer statische Infos braucht, soll ein Buch bemühen.

Samstag, 14. November 2009

Pflichtlektüre für Nerds & Nerdbesitzer

Über Hacker News habe ich den Blog Rands in Repose gefunden, ein Blog eines selbsterklärten Nerds, der neben Job, Surfen und Apple auch über das Leben als Nerd schreibt. Besonders aufgefallen sind mir die Artikel The Nerd Handbook, N.A.D.D (Nerd Attention Deficiency Disorder)und A Nerd In A Cave. Die Artikel sind sehr gut geschrieben und so mancher Nerd wird sich streckenweise durchschaut vorkommen. Damit jetzt der Leser schnell dazu übergeht die oben genannten Posts zu lesen höre ich hier in seinem Sinne auf zu schreiben ;).

Samstag, 10. Oktober 2009

Von Gratisbandbreite und Kupferklau

Während die Telekom es nötig hat Kupfer zu sammeln, überrascht mich mein ISP Kabel BW mit einem schreiben, dass mein Internetzugang kostenlos und ohne mein Wissen von 2000 auf 16000 MBit/s (Downstream) aufgewertet wurde und dass ich ihn gratis auf 20k umstellen lassen kann. Letzteres muss nochmal eindeutig geprüft werden.
Kabel BW ist aus meiner Sicht absolut empfehlenswert, sofern man hin und wieder kleine Störungen in kauf nehmen kann. gar kein Vergleich zu 1&1 oder der Telekom.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Wird das Reallife Abandonware?

Im Bus und in der Schule reden ca. 85% der männlichen Bevölkerung durch alle Klassen fast ausschließlich von Computerspielen. Allmählich brauche ich nicht mehr golem.de für Spielrezensionen zu besuchen sondern fahre zur Schule. unterwegs erfahre ich, dass Risen gut ist während Aion nichts taugt.
Wieso trägt sich dies in einer Stadt zu, die für die Jugend sehr viel bietet (See, Clubs, Landschaft, Events)? Die Spiele müssen ja attraktiver sein als die Realität oder zumindest attraktiver wirken. Verliert das Reallife seine Spieler? (Es fehlen ja durchaus Features wie Respawn oder Speicherfunktion.) Und wie Klassiker lehren: Grafik ist nicht alles!). Ich möchte jedoch nicht pauschalisieren, dass Spieler automatisch assozial sind. Ich kritisiere nur, dass die Spielkultur zu tief ins Leben eindringt.
Nicht nur die Gespräche richten sich auf das digitale zweite Leben aus, sondern auch die nicht - Gespräche, bzw die, die hätten sein können: Freunde begrüßen sich, setzten sich auf ihre Plätze und sprechen die ganze Fahrt über nicht, da sie Musik hören. Digitaler Autismus?
Warum rutscht hier eine ganze Jugendkultur in unproduktive, autistische Zustände? Warum nutzt keiner digitales Equipment produktiv (-> Arbeit in der IT) oder wenigstens in Maßen, sodass das so genannte "echte Leben" eine etwas höhere Priorität bekommt? Fernbeziehungen über Online Rollenspiele sehe ich in meinem Umfeld, auch Streit im Reallife über Ereignisse in Spielewelten kommt oft genug vor. Der Leser soll mich reaktionär schimpfen, aber ich denke das ist eine problematische, ja gefährliche Entwicklung, welche die jetzige Jugend eventuell noch lange verfolgen wird.
---geschrieben früh morgens im Bus
Spontane Bemerkung: Und Ich? Ich blogge darüber im Internet. Meine einzige Rechtfertigung ist, dass der Leser im diesen Moment vermutlich keine andre soziale Interaktion außerhalb des Internets angefangen hätte und dass das Lesen dieses Eintrags hoffentlich in irgendeiner Weise nützlich war.

Sonntag, 13. September 2009

Vier Pixel oder von Abu Dhabi gekauft werden?

Es ist kaum zu glauben: Google ändert die Größe des Suchfeldes um einige Pixel und alle Welt berichtet darüber: Blogger, Nachrichtensites und der offizielle Google - Blog. Andere müssen um ein ähnlich starkes Feedback zu erreichen Service Packs herausbringen, in einen großen Rechtsstreit verwickelt werden oder größere Marktbewegungen in Gang bringen. Davon kann so manche PR Abteilung lernen.

Dienstag, 8. September 2009

Vom Staate diskriminiert

Als ich mir die Seite des Bundeswettbewerbs für Informatik angesehen habe stieß ich auf diese Beleidigung für alle Lisper. Informationen über Lisp und Scheme? Fehlanzeige, nicht mal ein 404 sind sie wert. Greift hier §1 des AGG? Ich fürchte nein.
Scherz bei Seite: Die "Programmieren" Sektion ist sehr schluderig gemacht. Infos fehlen, offensichtliche Hilfen wie Eclipse für Java werde angeboten, die Links unter "Skriptsammlung" weisen alle auf das selbe Dokument und so weiter. Eine große Hilfe ist das nicht

Dienstag, 4. August 2009

Geek Code

-----BEGIN GEEK CODE BLOCK-----
Version: 3.1
G d+(+)?>++ s->+:+> a--- C++>$ UL>++ P--- L++>+++ E+>++ !W+@ !N !o K-? w !O !M !V? PS+(+)@ PE+@ Y+ !PGP !t !5? !X R+@>- tv- b++>+++ DI !D G>++ e>++++ h r z?
------END GEEK CODE BLOCK------

Montag, 3. August 2009

Nachrichten aus dem Abfluss

Als ich ins Internet kam, landete gulli:news recht schnell in meinem Nachrichtenbereich, neben (u.a) heise.de und golem. Damals fand man dort oft relevante Meldungen, die auf anderen Seiten nicht erschienen. Seit der Debatte über Websperren und der Verschärfung des Copyrights verkommt gulli jedoch zu einer regelrechten Propagandaschleuder für (jugendliche) Internetaktivisten (oder die, die sich dafür halten). Besonders deutlich wird das an der Meldung über ein Interview mit Frau von der Leyen über die eventuelle Ausweitung der Websperren auf rechte Inhalte. Während heise.de recht neutral darüber berichtet ("Von der Leyen will gegen rechte Inhalte im Netz vorgehen") macht gulli daraus ein "Von der Leyen plant weitere Sperren". Der Artikel wird, genau wie die Überschrift, zur Meinungsmache und verliert leider jeden journalistischen Anspruch,den man bei einem Newsportal, wie gulli:news sich selber nennt, erwartet.
In anderen Artikeln stärkt gulli blind allen Raubkopierern und Internetaktivisten den Rücken; egal ob diese legale oder illegale, sinnvolle oder vollkommen sinnlose Aktivitäten betreiben.
Schade um das ehemals gute Newsportal, aber es wird nicht mehr länger in der Nachrichtensektion meiner Lesezeichen verweilen.

Freitag, 24. Juli 2009

Der Konflikt um das/in dem/außerhalb des Internets

In der aktuellen c't kann man ein sehr gelungenes Editorial über den politischen Konflikt um das Internet lesen. Über Lösungen desselben zu diskutieren ist müßig, da bereits allerorts darüber gestritten wird. Ich möchte mich jetzt eher mit der Ursache des Konfliktes auseinandersetzen. Vorneweg möchte ich anmerken, dass des Text, trotz der expliziten Schreibweise nur eine Meinung bzw. Auffassung oder Ansicht ist.

Ich denke der Konflikt liegt im Wesen des Internets (bzw dessen Perversion) selbst: Anfangs war es ausschließlich für technisch versierte Nutzer gedacht und es erfüllte seinen Zweck. Dann kamen die Hobbyisten bzw. Hacker. Sie erweiterten das Netz, richteten Kontaktplattformen für den Austausch unter einander ein, errichteten quasi eine eigene Kultur und alles funktionierte weiterhin. Als die ersten Geschäftemacher kamen, kam zwar auch Kriminalität auf, aber diese gibt es schon seit jeher im realen Leben.
Erst mit der "Ankunft" der Massen und somit auch der häufig genannten Idioten, Pädophilen und anderen Problemgruppen begann das Netz zu "kippen" (oder zumindest die Teile, die von diesen bevölkert werden). Und wo die Massen hinströmen kommen Politiker, um Stimmen ringend, hinterher (z.T mit großer Verspätung).
Diese zum größten Teil unwissenden und ignoranten Gruppen sind mit den Möglichkeiten, welche ein für Technikkundige entworfenes Netzwerk bietet, überfordert und meinen diesem Grenzen setzen zu müssen, was ja durchaus Begründet ist (KiPo), aber nicht zur Kultur des Netzes kompatibel (geschweigedessen zur Technik). Dazu kommt der Verdacht auf versuchte Zensur.
Nun hat man vier, z.T. fließend ineinander übergehende, Gruppen
  1. Die "Erbauer" des Netzes, meist Hacker (vlg. "elder days"). Sie bildeten ihre eigene Kultur und sehen diese durch Ignoranz und (vermutete) Machtgier bedroht. Teilweise ziehen sie sich zurück, denn sie wissen, dass nie das ganze Internet kontrolliert werden kann; andere verteidigen "ihr Netz" und ihre Kultur durch Hacktivismus.
  2. Die Politiker (bzw. Organisationen, vgl. Suits und Links am Ende). Sie wollen und müssen aufgrund ihres Amtes das Internet, was für sie nur ein Medium wie Zeitung ist, an rechtsstaatliche Normen anpassen. Andere (GEMA, GVU) wollen es kontrollieren um mehr Profit zu machen. Diese und die vorherrschende Unwissenheit unter Politikern sorgen für Unmut im Internet. Im folgenden nenne ich sie der Einfachheit halber nur noch "Suits"
  3. Die eigentlichen Kriminellen: Diese Gruppe nutzt das Internet für ihre Zwecke aus. Diese reichen von Filesharing über Betrug bis zu KiPo (und je nach Definition darüber hinaus). Außerdem sind sie Schuld am Ruf und Zustand des Internets als Spam und Virusschleuder.
  4. Die große (z.T dumme) Masse: Sie hat das Internet als Spielzeug entdeckt. Mit Onlinegames, Seiten wie Youtube und vorallem Pornographie hat sie das Erscheinungsbild des Netzes nach außen hin geprägt. Beim Begriff "Internet" denken sie an ihre bunte Welt aus sozialen Netzwerken und dergleichen. Sie springen auch gerne auf den Hackerzug auf oder machen Randale, weil ihre Netzkultur bedroht ist (vgl Link zum c't Editorial).
Nun versucht die Gruppe der Suits auf die Kriminellen zu schießen. Allerdings werden ihre Methoden für Schrotflintenmethoden gehalten, da sie unweigerlich auch die Hacker und die Masse trifft. Diese sind entsprechend erzürnt und wettern gegen die Suits, übersehen großenteils jedoch die Kriminellen, welche zur Sicherheit aller eigentlich ausgeschaltet werden müssten. Komplizierter wird es dadurch, dass alle Gruppen auch Mitglieder einer anderen enthalten sein können. Die Masse ist häufig kleinkriminell, Blackhat Hacker begehen manchmal größere Verbrechen und Suits sind oft korrupt. Durch die Unschärfe dieser Gruppierungen entsteht der oben erwähnte "Schrotflinteneffekt".
Was ist nun die Reaktion?
Da das "echte Leben", hier die Politik in das Internet eindringt, schlägt dieses genauso zurück: Neben viel Diskussion und kleinerem Aktivismus kam die Gründung der Piratenpartei. Wie das Internet ist sie schwer zu beschreiben; sie soll International werden, hat so gesehen keine definierte links/rechts Ausrichtung und weist im Vergleich zu "normalen" Parteien noch weitere Merkwürdigkeiten auf. Sie passt nicht ins normale Schema. Dies verursacht Verunsicherung und Abneigung bei Menschen, die Unbekanntes in für sie bekannte Konzepte einordnen müssen. So verhält es sich wiederum auch mit Internet und realem Leben, womit ich wieder am Anfang meines Artikels angekommen wäre:
Das Problem ist die vollkommen fremdartige Kultur, die aus einem Raum gekommen ist, der nicht mit der bisherigen Welt harmoniert, und jetzt sich mit unserer vermischt. Die Unschärfe des Internet ist ansteckend. Für Außenstehende ist das beängstigend, für die anderen eine willkommene Entwicklung. Hier kommen also Generationskonflikt, Angst & Unwissenheit, shcliechende Unschärfe und vorallem eine Kulturkonfrontation zu einem sehr großem Konflikt zusammen.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Zwischen Sinn und Unsinn

Ich bin soeben über die esoterische Programmiersprache Piet gestolpert. Die Programme sind in Bildern codiert und jede Farbe steht für einen Befehl, Weiß und Schwarz sind "Steuerelemente". Ist einem mal nach einer Kopfnuss, kann man sich solch ein Programm ansehen, da selbst Entwickler ihren Code nicht verstehen:
Don't ask me how it works, I have no idea!
In dem Sinne: Happy Hacking! (oder doch drawing?)

Freitag, 10. Juli 2009

Bitmuncher denkt übers Denken nach

Bitmuncher ist mit diesem Post ein großer Wurf gelungen. Eine geniale Abhandlung über das Thema Denken. Dazu habe ich nichts zu schreiben, er hat schon alles gesagt.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Das Internet ist deutsch!

Laut gulli (sorry für die Quelle) soll der NRW - Jugendminister gefordert haben Websites mit Altersfreigaben zu versehen, ähnlich wie wir sie auf Computerspielen finden, damit Eltern eventuell gefährliche Seiten filtern können. Wie das? Bilder einbetten? Das erkennt die Software nicht immer. Das in den Seitenquelltext einfügen? Okay, lasst uns einen neuen HTML - Tag hinzufügen: 16
Eins hat der Minister jedoch übersehen: Das Internet steht nicht in Deutschland. Welcher amerikanischer, russischer, arabischer oder chinesischer Websitebetreiber kümmert sich drum, wenn irgendwelche in Europa das fordern? Würde das überhaupt wen in Europa interessieren? Vermutlich nicht. Der Herr Minister meint wohl, dass wir die Datenpakete wie Spieleboxen importieren und USK - Sticker draufkleben können.

Sonntag, 21. Juni 2009

Start in Common Lisp

Da der Start in Common Lisp vielen schwerfällt, wie man in diversen Foren lesen kann, dachte ich, dass ich nach meinem, ebenfalls problematischem Einsteig, hier ein kleines Tutorial dazu schreibe:

1)IDE:
Am einfachsten einzurichten ist wohl Lisp in a Box. Man kriegt ohne großes Gefummel Emacs21.3 (mit grafischer Oberfläche), SLIME und einen Lisp Interpreter/Compiler.
Darüber hinaus gibt es drei Alternativen, falls einem der Emacs missfällt: Alle setzen eine funktionierende Lispimplementierung vorraus. Unter Ubuntu 8.10 reicht gcl nicht aus, man braucht das Programm clisp.
  1. ABLE (A Basic Lisp Editor) Ein einfach gestricktes Frontend für den REPL (Read - Eval - Print - Loop), welches für den Anfang geeignet ist..
  2. Diverse Eclipse Plugins, die mir persönlich zum größten Teil missfallen, da Eclipse einfach nicht zu Lisp passt.
  3. Möglich ist es auch einen Texteditor wie gedit mit Syntaxhighlighting für Lisp zu versehen. Dann muss man die Quelldatei dem Interpreter übergeben. Der haken an der Sache ist, dass man so auf den REPL verzichten muss, der erst ein effektives Arbeiten mit Lisp ermöglicht.
2)Lektüre:
  • Hier gibts ein kostenloses eBook auf Englisch, welches einen praktischen Einstieg bietet
  • Ein Wiki zu sämtlichen Common Lisp Themen
  • The Common Lisp Directory sammelt Ressourcen rund um Lisp.
  • Eine etwas theoretischere Einführung in CLisp, als im eBook findet man hier.
  • Zum Schluss möchte ich noch auf #lisp auf irc.freenode.net verweisen. In diesem IRC - Channel wird einem (bei nicht zu basischen Fragen) gut geholfen.
Das sollte für den Anfang reichen. Und zum Abschluss will ich noch SLIME zitieren: "Happy Hacking!"

Samstag, 6. Juni 2009

Von Immigranten, Gravitation und Informationsüberflutung

So, das Internet hat mich nach zweiwöchiger Abstinenz wieder. In den Ferien habe ich beim Entsorgen von Gartenabfällen wieder einen Rechner auf der Décheterie gefunden. Ich konnte nicht widerstehen und habe ihn mitgenommen und da er gut lief auch mit nach Deutschland genommen. Hier gibts nun einen weiteren (illegalen?) Immigranten. Bei der beiliegenden Tastatur musste die Strg und Shift Taste "ergänzt" werden:
Als ich mich nach zwölfstündiger Fahrt von der Küste der Aquitaine zum Bodensee an meinen Rechner setzten wollte, weigerte er sich standhaft ein Bild zu zeigen. Die Grafikkarte war in den zwei Wochen ohne Benutzung rausgerutscht.
Nachdem ich die Karte wieder eingeschoben hatte versuchte ich meinen Informationsrückstand wieder wettzumachen, denn das Radio im Ferienhaus bot einfach nicht dieselbe Informationsdichte wie das Internet. Allerdings kommt man kaum hinterher; in den zwei Wochen ist doch einiges passiert.
In den Ferein hab ich auch noch einige Ideen für den Blog gehabt die bald folgen. Ich geh jetzt erstmal den "Immigranten" mit Debian bespielen. Das französische Windows 98 sagt mir nicht so ganz zu.

Montag, 4. Mai 2009

1&1 - späte Einsicht?

1&1 behauptet seinen Kundenservice verbessern zu wollen. Wird Zeit, dass sie zumindest erwähnen sich bessern zu wollen. Ich hab die 08/15 Leidensgeschichte mit denen hinter mir: Bestellung in 20 Minuten fertig, Anschluss nicht gefunden, der Support war eine Warteschleife und als ich es dann doch geschafft hatte einen Techniker bewilligt zu bekommen kam der nicht.
Laut 1&1 soll all das Der Vergangenheit angehören: Gutschriften für geprellte Kunden, Mindestbandbreiten, bessere Hotline und schnelle Technikerbesuche. Klingt toll, aber der Haken liegt wohl wieder im Detail: Der Kunde muss all dies beantragen, automatisch läuft bei 1&1 nichts an. Pessimisten (wie ich) werden jetzt prophezeihen, dass man zwar die Zugeständnisse des Konzerns hat, aber wieder an der Warteschleife verzweifeln wird. Wo 1&1 aber die zusätzlichen Servicekräfte einsetzt wird nirgends erwähnt. Wenn alldiese nur dem Kundengewinn - Bereich zugeteilt werden ist nichts gewonnen. Was mich jedoch beruhigt ist die neue kostenlose Hotline (zumindest) für DSLHomeNet - Kunden: So ist die Warteschleife besser zu ertragen.
Was bitmuncher über Rootserver schrieb, scheint sich bei DSL Resellen zu wiederholen: Die Preise werden steigen und die Qualität hoffentlich auch.

Montag, 27. April 2009

Eine weitere Meinung zu von der Leyen

Nachdem Lightmaster und Telepolis ihren Senf zu unserer Familienministerin gegeben haben will ich jetzt auch mal:
Die Ursula sagt also:
Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.
Also sind sämtliche Hacker, Cracker und sogar minderjährige Scriptkiddies sofort Pädophil? Es ist ja anzunehmen, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der versierten Nutzer minderjährig ist. Können Jugendliche Pädophil sein? Hat Interesse an Computern das Verlangen nach Kinderpornos zur Folge? Die gehören dann natürlich auch verboten!
Auch von der rechtlichen Seite kann Frau von der Leyen durchgängig verwirren. Wer zufällig auf eine geblockte Seite stößt wird nicht geloggt. Wer das gezielt tut schon. Wie unterscheidet man gezielte Zugriffe von ungezielten? Klar mehrere Zugriffe hintereinander! Moment, das setzt erstens genervte Pädophile vorraus, die immer wieder auf "refresh" klicken und zweitens ein Logging von Anfang an. Logisch und realistisch oder?
Aber ein gutes hat das ganze Malheur: Durch ihr umfassendes Unwissen im bezug auf IT & Internet beweist die Familienministerin eindeutig, dass sie eindeutig nicht Pädophil ist.

Sonntag, 19. April 2009

Blackboard

Vor kurzem habe ich Blackbord entdeckt. Das Niveau dort scheint recht hoch, irgendwo in der Nähe von HaBo. Leider ist das Board kaum aktiv:
  • Weniger als 10 Beiträge pro Tag
  • ~30 Themen pro Monat
  • ~7 Registrierungen pro Monat
(Quelle)
Wer also ein gutes IT - Forum sucht (und genug Zeit hat auf Antworten zu warten) sollte durchaus mal einen Blick auf Blackboard riskieren.

Freitag, 17. April 2009

Willkommen erster Leser!

Nun habe ich meinen ersten regelmäßigen Leser! Da der Trend in Richtung eine Million Leser geht, habe ich entschlossen, dass ich sobald diese Zahl erreicht ist den ersten und millionsten Leser ein PC Komplettsystem (Intel PII) zukommen lasse. Also: Werben :)

Dienstag, 14. April 2009

Frontal 21

Heute titelte Frontal 21 mit dem Bericht über das "Aufrüsten der Cyberarmee". (Die einzige "Armee" im Internet die mir bekannt ist /b/). Gezeigt wurde ein Rentner mit offenem WLAN, der "gehackt" wurde und jetzt von Bushido im Rechtsstreit um 4500€ erleichtert wurde, ein von Hackern abgeschaltetes Kraftwerk, eine unfähige Polizei und die strahlenden Retter des Volkes, die Antivirenhersteller Avira und Kaspersky.
Durchgängig redete man von "kriminellen Hackern" die "jeden einzelnen Bürger bedrohen" ... "einer internationalen Bedrohung aus dem Cyberspace" und einem "Cyberwar".
Jetzt frage ich mich:
  1. 4500€ für eine fremdverschuldete Urheberrechtsverletzung. Läuft da im Internet oder bei der Justiz was schief?
  2. Eine Kraftwerkssteuerung am Internet - ist das eine gute Idee?
  3. Offenes WLAN - warum nicht einfach von Werk ab ein Passwort? Wer das mutwillig deaktiviert ist selber Schuld und darf (zumindest meiner Meinung nach) jederzeit als "Mitstörer" belangt werden.
  4. Was spricht gegen einen Cyberwar? Solange nicht das AKW und die ICBM im Netz hängt sterben weniger Menschen als in einem realen Krieg