Brennende Moscheen in Tennessee, koranverbrenndende Kirchen in Florida, Proteste gegen Moscheen in New York, verbotene Minarette in der Schweiz und zum Teil auch Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab". Sind das die Anfänge einer Antwort auf die Auswüchse des radikalen Islams? Beginnen jetzt die fanatischen Chisten nun eine Jagd auf alles was muslimisch ist, aufgescheucht von fanatischen Moslems?
Seit Jahren haben wir (der Westen) schon einen militärischen Fuß im nahen Osten und versuchen offiziell einen "humanen Krieg" zu führen (sofern man den Mut fand es Krieg zu nennen). Man wollte Retter der Zivilbevölkerung sein und Frieden bringen, doch man wunderte sich, als plötzlich gezielt Taliban getötet wurden.
Jetzt jedoch entwickeln sich gerade die Taliban zum Feindbild; man spricht sogar gern von "dem Taliban", wie einst von "dem Franzosen", "dem Deutschen", oder "dem Juden". Langsam ist man frustriert mit den Aufständischen.
Da Taliban ja Islamisten im eigentlichen Sinne sind, liegt es für einige nah den Islamismus als Islam anzusehen und Islam mit Terror und Misswirtschaft gleichzusetzen. In Amerika läuft dieser Prozess natürlich schneller, da man dort ähnliche Abläufe nicht so nah erlebt hat wie in Europa.
Jetzt scheint es für mich so, als habe man im Westen genug von dem als heuchlerisch empfundenen Krieg und den Feinden. Wer das ist wird möglicherweise gerade aus den Augen verloren und mach christlicher Fundamentalist macht aus dem Moslem den Islamisten und Terroristen. Bisher waren diese Fundamentalisten für uns Taliban mit AK's auf Motorrädern, doch was passiert, wenn die neuen Fundamentalisten Fanatiker mit Panzern, Drohnen, Interkontinentalraketen und hochgerüsteten Armeen sind, die überall auf der Welt ihre Ziele durchsetzen können? Bisher waren die Unterdrücker auf ein Gebiet limitiert und konnten nur mit schmerzhaften Nadelstichen nach außen drängen. Die neuen, potentiellen (von mir an die Wand gemalten) Unterdrücker können mehr, sobald sie ihre bisherige Moral über Bord werfen und einen "richtigen" Krieg gegen ihre Gegenideologie beginnen.
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Sonntag, 5. September 2010
Sonntag, 14. Februar 2010
Wir sind gut, ihr seid böse und die Opfer interessieren uns nicht.
Ist das das Motto der Ideologen, die sich gerade in Dresden getummelt haben? Immer wenn man mit selbsterklärten Linken spricht kommt man früher oder später an den Punkt, dass Linke die strahlenden Kämpfer gegen die dunklen (oder braunen?), 100% bösen Neo-Nazis sind.
Diese Bösewichte marschieren durch Dresden, bezeichnen das Ausbomben der Stadt durch die Alliierten als (Zitat) "Bombenholocaust am deutschen Volk" und leugnen bzw rechtfertigen z.T. en passant den Massenmord an Juden und anderen Verfolgte. Zum Glück haben wir ja unsere Linken mit der Elitetruppe "schwarzer Block", die mit Steinen, Schlägen und brennenden Mülltonnen gegen die Bösen vorgehen. Die marschieren mutig gegen Rechts vor und setzten sich der Gefahr aus mit Steinen beworfen, geschlagen zu werden und in brennende Mülleimer zu kommen.
Moment, sehe ich da etwa Parallelen? Beide Seiten leugnen bzw rechtfertigen Verbrechen in der Vergangenheit und Gegenwart um ideologiegemäß den anderen brutal zu unterdrücken. Linksfaschisten treffen auf Rechtsfaschisten um in einem sich prügelndem Einheitsbrei der Gewalt, Verblendung und Heuchelei unterzugehen. Die Polizei steht verwirrt daneben und scheint sich nicht zu trauen etwas zu tun.
Wir haben also Linke, die sich auf den Schutz des Andenkens an die Opfer des dritten Reiches berufen und so ihren anarchistischen Amoklauf zu rechtfertigen. Andererseits haben wir Rechte, die behaupten Deutschland sei im Krieg ein Opfer gewesen. Beide sind hier meiner Meinung nach gleich: Sie ziehen schreckliche Ereignisse des zweiten Weltkrieges in ein falsches Licht und missbrauchen diese für ihre Zwecke. Die wahren Opfer wird dies wohl mehr schmerzen als ein paar ungebildete Schmalspurfaschisten, die Parolen brüllen.
Unser Staat steht wie gesagt daneben und weiß nicht so recht (kein Wortspiel) was er tun soll: Gilt hier die Meinungsfreiheit (auch Radikalismus ist eine Ansicht, die toleriert werden muss, wenn man sich an die Gesetzte hält)? Müssen diese Chaoten nicht verboten und bestraft werden? Was auch immer die Antwort ist, wenn wir anfangen zu Verbieten (was moralisch nicht falsch wäre), dann müssen jedoch sowohl Links- wie Rechtsradikale Organisationen verboten werden, da sich beide sehr, sehr ähnlich verhalten.
BTW: Sollte sich jemand, bei diesen doch sehr heiklem Thema, ungerecht bzw. falsch beschrieben fühlen, so möge er in den Kommentaren darauf aufmerksam machen. Sollte ich wirklich danebengegriffen haben, wird der Eintrag entsprechend korrigiert.
Diese Bösewichte marschieren durch Dresden, bezeichnen das Ausbomben der Stadt durch die Alliierten als (Zitat) "Bombenholocaust am deutschen Volk" und leugnen bzw rechtfertigen z.T. en passant den Massenmord an Juden und anderen Verfolgte. Zum Glück haben wir ja unsere Linken mit der Elitetruppe "schwarzer Block", die mit Steinen, Schlägen und brennenden Mülltonnen gegen die Bösen vorgehen. Die marschieren mutig gegen Rechts vor und setzten sich der Gefahr aus mit Steinen beworfen, geschlagen zu werden und in brennende Mülleimer zu kommen.
Moment, sehe ich da etwa Parallelen? Beide Seiten leugnen bzw rechtfertigen Verbrechen in der Vergangenheit und Gegenwart um ideologiegemäß den anderen brutal zu unterdrücken. Linksfaschisten treffen auf Rechtsfaschisten um in einem sich prügelndem Einheitsbrei der Gewalt, Verblendung und Heuchelei unterzugehen. Die Polizei steht verwirrt daneben und scheint sich nicht zu trauen etwas zu tun.
Wir haben also Linke, die sich auf den Schutz des Andenkens an die Opfer des dritten Reiches berufen und so ihren anarchistischen Amoklauf zu rechtfertigen. Andererseits haben wir Rechte, die behaupten Deutschland sei im Krieg ein Opfer gewesen. Beide sind hier meiner Meinung nach gleich: Sie ziehen schreckliche Ereignisse des zweiten Weltkrieges in ein falsches Licht und missbrauchen diese für ihre Zwecke. Die wahren Opfer wird dies wohl mehr schmerzen als ein paar ungebildete Schmalspurfaschisten, die Parolen brüllen.
Unser Staat steht wie gesagt daneben und weiß nicht so recht (kein Wortspiel) was er tun soll: Gilt hier die Meinungsfreiheit (auch Radikalismus ist eine Ansicht, die toleriert werden muss, wenn man sich an die Gesetzte hält)? Müssen diese Chaoten nicht verboten und bestraft werden? Was auch immer die Antwort ist, wenn wir anfangen zu Verbieten (was moralisch nicht falsch wäre), dann müssen jedoch sowohl Links- wie Rechtsradikale Organisationen verboten werden, da sich beide sehr, sehr ähnlich verhalten.
BTW: Sollte sich jemand, bei diesen doch sehr heiklem Thema, ungerecht bzw. falsch beschrieben fühlen, so möge er in den Kommentaren darauf aufmerksam machen. Sollte ich wirklich danebengegriffen haben, wird der Eintrag entsprechend korrigiert.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
"Inside Story" auf Al Jazeera International
Eben brachte diese Serie eine Dokumentation zum iranischen Atomprogramm: Ein Russe, ein Amerikaner, ein Professor aus Teheran wurden von einem sehr kompetenten Journalisten Interviewt. Dieser schaffte es alle Teilnehmer gleichmäßig zu Wort kommen zu lassen und leeres Geschwätz zu unterbinden. Letzteres kam glücklicherweise kaum vor, da sich alle recht neutral zum Sachverhalt äußerten und keine Propaganda verbreiteten. Besonders aufschlussreich war das Aufzeigen der Tatsache, dass die Sanktionen gegen den Iran erhoben wurden, obwohl die IAEA explizit in diversen Berichten verkündet hatte, dass sie "keine konkreten Hinweise auf eine nichtfriedliche Nutzung von Atomkraft hätten" (Übersetzt vom Autor).
Auch andere Ausgaben von Inside Story erschienen mir immer sehr gut gelungen, wie Berichte zu Nordkorea, dem Krieg in Afghanistan und dem Börsencrash. Die Sendung ist mindestens auf dem Niveau von westlichen Sendungen wie Frontal21 (auch wenn die Schwerpunkte anderswo liegen) und ist somit sehr empfehlenswert.
Auch andere Ausgaben von Inside Story erschienen mir immer sehr gut gelungen, wie Berichte zu Nordkorea, dem Krieg in Afghanistan und dem Börsencrash. Die Sendung ist mindestens auf dem Niveau von westlichen Sendungen wie Frontal21 (auch wenn die Schwerpunkte anderswo liegen) und ist somit sehr empfehlenswert.
Freitag, 2. Oktober 2009
Merkwürdige Wahl
Hatten vor der Wahl beim Politbarometer des ZDF nur 39 Prozent eine Koalition aus Union und FDP für gut befunden, sind es nun 46 Prozent geworden, das entspricht etwa dem Anteil der Wähler, die für Union und FDP gestimmt haben. Eine Mehrheit ist es freilich nicht. Zufrieden mit dem Wahlausgang sind 53 Prozent.So schreibt Telepolis in diesem Artikel. Es ist wirklich erwähnenswert, dass die Menschen, die für Schwarz - Gelb gestimmt haben glücklich über eine schwarz - gelbe Regierung sind, die sie ja gewählt haben. Auch das eine mehrheitlich gewählte Regierung von der Mehrheit akzeptiert ist ist schon merkwürdig.
verwundert,
bad_alloc
Sonntag, 13. September 2009
Das TV - Duell 2009
"Merkel gegen Steinmeier" hat man als Motto angegeben; eigentlich müsste es ja "Merkel & Steinmeier gegen vier Reporter" heißen. Ständig müssen sich die beiden Diskutierenden gegen die hochaggressiven Fragesteller verteidigen, statt aufeinander einzugehen. Eine Diskussion zwischen den beiden Kandidaten kam kaum zustande, da sie ständig durch rasende Themenwechsel eine Kommunikation unterbrochen wurde. Dadurch wurde es (besonders für Frau Merkel) leider nötig nochmal umständlich auf die Argumente des Vorredners einzugehen, was ja bei einer Diskussion unbedingt nötig ist, aber unnötig erschwert wurde. Unverschämt fand ich es, dass ein Reporter die beiden als "altes Ehepaar" bezeichnete. Hier haben sich leider die Reporter fast genauso sehr profiliert wie die Politiker.
Merkel und Steinmeier waren streckenweise erfreulich konkret und haben sich nicht ausschließlich auf schwammige Reden verlegt (welche es wie in jeder politischen Diskussion natürlich geben musste). Steinmeier's "Sieg" liegt aber leider weniger daran, dass er Frau Merkel unter den Tisch geredet hat sondern einige Male die Diskussionsleiter zum schweigen gebracht hat; denke ich. (obwohl ein "Sieg" in so einer Diskussion eigentlich nicht richtig definiert werden kann)
Merkel und Steinmeier waren streckenweise erfreulich konkret und haben sich nicht ausschließlich auf schwammige Reden verlegt (welche es wie in jeder politischen Diskussion natürlich geben musste). Steinmeier's "Sieg" liegt aber leider weniger daran, dass er Frau Merkel unter den Tisch geredet hat sondern einige Male die Diskussionsleiter zum schweigen gebracht hat; denke ich. (obwohl ein "Sieg" in so einer Diskussion eigentlich nicht richtig definiert werden kann)
Montag, 27. Juli 2009
Nachricht versickert?
Mir ist soeben ein Fall von Zensur oder Schludrigkeit von Journalisten aufgefallen:
Al Jazeera berichtet von Test von chemischen Waffen an geistig behinderten Kindern, während sowohl ARD als auch BBC dazu keine Meldung haben. Nur diese Meldung habe ich in einem westlichen Medium gefunden.
Möglicherweise bilde ich mir das auch ein, aber bemerkenswert ist es schon, dass die westliche Welt nichts darüber weiß, obwohl doch sonst auch Kleinigkeiten (im Vergleich zu diesem Vorfall) ewig durchgekaut werden.
Al Jazeera berichtet von Test von chemischen Waffen an geistig behinderten Kindern, während sowohl ARD als auch BBC dazu keine Meldung haben. Nur diese Meldung habe ich in einem westlichen Medium gefunden.
Möglicherweise bilde ich mir das auch ein, aber bemerkenswert ist es schon, dass die westliche Welt nichts darüber weiß, obwohl doch sonst auch Kleinigkeiten (im Vergleich zu diesem Vorfall) ewig durchgekaut werden.
Freitag, 24. Juli 2009
Der Konflikt um das/in dem/außerhalb des Internets
In der aktuellen c't kann man ein sehr gelungenes Editorial über den politischen Konflikt um das Internet lesen. Über Lösungen desselben zu diskutieren ist müßig, da bereits allerorts darüber gestritten wird. Ich möchte mich jetzt eher mit der Ursache des Konfliktes auseinandersetzen. Vorneweg möchte ich anmerken, dass des Text, trotz der expliziten Schreibweise nur eine Meinung bzw. Auffassung oder Ansicht ist.
Ich denke der Konflikt liegt im Wesen des Internets (bzw dessen Perversion) selbst: Anfangs war es ausschließlich für technisch versierte Nutzer gedacht und es erfüllte seinen Zweck. Dann kamen die Hobbyisten bzw. Hacker. Sie erweiterten das Netz, richteten Kontaktplattformen für den Austausch unter einander ein, errichteten quasi eine eigene Kultur und alles funktionierte weiterhin. Als die ersten Geschäftemacher kamen, kam zwar auch Kriminalität auf, aber diese gibt es schon seit jeher im realen Leben.
Erst mit der "Ankunft" der Massen und somit auch der häufig genannten Idioten, Pädophilen und anderen Problemgruppen begann das Netz zu "kippen" (oder zumindest die Teile, die von diesen bevölkert werden). Und wo die Massen hinströmen kommen Politiker, um Stimmen ringend, hinterher (z.T mit großer Verspätung).
Diese zum größten Teil unwissenden und ignoranten Gruppen sind mit den Möglichkeiten, welche ein für Technikkundige entworfenes Netzwerk bietet, überfordert und meinen diesem Grenzen setzen zu müssen, was ja durchaus Begründet ist (KiPo), aber nicht zur Kultur des Netzes kompatibel (geschweigedessen zur Technik). Dazu kommt der Verdacht auf versuchte Zensur.
Nun hat man vier, z.T. fließend ineinander übergehende, Gruppen
Was ist nun die Reaktion?
Da das "echte Leben", hier die Politik in das Internet eindringt, schlägt dieses genauso zurück: Neben viel Diskussion und kleinerem Aktivismus kam die Gründung der Piratenpartei. Wie das Internet ist sie schwer zu beschreiben; sie soll International werden, hat so gesehen keine definierte links/rechts Ausrichtung und weist im Vergleich zu "normalen" Parteien noch weitere Merkwürdigkeiten auf. Sie passt nicht ins normale Schema. Dies verursacht Verunsicherung und Abneigung bei Menschen, die Unbekanntes in für sie bekannte Konzepte einordnen müssen. So verhält es sich wiederum auch mit Internet und realem Leben, womit ich wieder am Anfang meines Artikels angekommen wäre:
Das Problem ist die vollkommen fremdartige Kultur, die aus einem Raum gekommen ist, der nicht mit der bisherigen Welt harmoniert, und jetzt sich mit unserer vermischt. Die Unschärfe des Internet ist ansteckend. Für Außenstehende ist das beängstigend, für die anderen eine willkommene Entwicklung. Hier kommen also Generationskonflikt, Angst & Unwissenheit, shcliechende Unschärfe und vorallem eine Kulturkonfrontation zu einem sehr großem Konflikt zusammen.
Ich denke der Konflikt liegt im Wesen des Internets (bzw dessen Perversion) selbst: Anfangs war es ausschließlich für technisch versierte Nutzer gedacht und es erfüllte seinen Zweck. Dann kamen die Hobbyisten bzw. Hacker. Sie erweiterten das Netz, richteten Kontaktplattformen für den Austausch unter einander ein, errichteten quasi eine eigene Kultur und alles funktionierte weiterhin. Als die ersten Geschäftemacher kamen, kam zwar auch Kriminalität auf, aber diese gibt es schon seit jeher im realen Leben.
Erst mit der "Ankunft" der Massen und somit auch der häufig genannten Idioten, Pädophilen und anderen Problemgruppen begann das Netz zu "kippen" (oder zumindest die Teile, die von diesen bevölkert werden). Und wo die Massen hinströmen kommen Politiker, um Stimmen ringend, hinterher (z.T mit großer Verspätung).
Diese zum größten Teil unwissenden und ignoranten Gruppen sind mit den Möglichkeiten, welche ein für Technikkundige entworfenes Netzwerk bietet, überfordert und meinen diesem Grenzen setzen zu müssen, was ja durchaus Begründet ist (KiPo), aber nicht zur Kultur des Netzes kompatibel (geschweigedessen zur Technik). Dazu kommt der Verdacht auf versuchte Zensur.
Nun hat man vier, z.T. fließend ineinander übergehende, Gruppen
- Die "Erbauer" des Netzes, meist Hacker (vlg. "elder days"). Sie bildeten ihre eigene Kultur und sehen diese durch Ignoranz und (vermutete) Machtgier bedroht. Teilweise ziehen sie sich zurück, denn sie wissen, dass nie das ganze Internet kontrolliert werden kann; andere verteidigen "ihr Netz" und ihre Kultur durch Hacktivismus.
- Die Politiker (bzw. Organisationen, vgl. Suits und Links am Ende). Sie wollen und müssen aufgrund ihres Amtes das Internet, was für sie nur ein Medium wie Zeitung ist, an rechtsstaatliche Normen anpassen. Andere (GEMA, GVU) wollen es kontrollieren um mehr Profit zu machen. Diese und die vorherrschende Unwissenheit unter Politikern sorgen für Unmut im Internet. Im folgenden nenne ich sie der Einfachheit halber nur noch "Suits"
- Die eigentlichen Kriminellen: Diese Gruppe nutzt das Internet für ihre Zwecke aus. Diese reichen von Filesharing über Betrug bis zu KiPo (und je nach Definition darüber hinaus). Außerdem sind sie Schuld am Ruf und Zustand des Internets als Spam und Virusschleuder.
- Die große (z.T dumme) Masse: Sie hat das Internet als Spielzeug entdeckt. Mit Onlinegames, Seiten wie Youtube und vorallem Pornographie hat sie das Erscheinungsbild des Netzes nach außen hin geprägt. Beim Begriff "Internet" denken sie an ihre bunte Welt aus sozialen Netzwerken und dergleichen. Sie springen auch gerne auf den Hackerzug auf oder machen Randale, weil ihre Netzkultur bedroht ist (vgl Link zum c't Editorial).
Was ist nun die Reaktion?
Da das "echte Leben", hier die Politik in das Internet eindringt, schlägt dieses genauso zurück: Neben viel Diskussion und kleinerem Aktivismus kam die Gründung der Piratenpartei. Wie das Internet ist sie schwer zu beschreiben; sie soll International werden, hat so gesehen keine definierte links/rechts Ausrichtung und weist im Vergleich zu "normalen" Parteien noch weitere Merkwürdigkeiten auf. Sie passt nicht ins normale Schema. Dies verursacht Verunsicherung und Abneigung bei Menschen, die Unbekanntes in für sie bekannte Konzepte einordnen müssen. So verhält es sich wiederum auch mit Internet und realem Leben, womit ich wieder am Anfang meines Artikels angekommen wäre:
Das Problem ist die vollkommen fremdartige Kultur, die aus einem Raum gekommen ist, der nicht mit der bisherigen Welt harmoniert, und jetzt sich mit unserer vermischt. Die Unschärfe des Internet ist ansteckend. Für Außenstehende ist das beängstigend, für die anderen eine willkommene Entwicklung. Hier kommen also Generationskonflikt, Angst & Unwissenheit, shcliechende Unschärfe und vorallem eine Kulturkonfrontation zu einem sehr großem Konflikt zusammen.
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Sonntag, 28. Juni 2009
Mittwoch, 24. Juni 2009
Das Internet ist deutsch!
Laut gulli (sorry für die Quelle) soll der NRW - Jugendminister gefordert haben Websites mit Altersfreigaben zu versehen, ähnlich wie wir sie auf Computerspielen finden, damit Eltern eventuell gefährliche Seiten filtern können. Wie das? Bilder einbetten? Das erkennt die Software nicht immer. Das in den Seitenquelltext einfügen? Okay, lasst uns einen neuen HTML - Tag hinzufügen: 16
Eins hat der Minister jedoch übersehen: Das Internet steht nicht in Deutschland. Welcher amerikanischer, russischer, arabischer oder chinesischer Websitebetreiber kümmert sich drum, wenn irgendwelche in Europa das fordern? Würde das überhaupt wen in Europa interessieren? Vermutlich nicht. Der Herr Minister meint wohl, dass wir die Datenpakete wie Spieleboxen importieren und USK - Sticker draufkleben können.
Eins hat der Minister jedoch übersehen: Das Internet steht nicht in Deutschland. Welcher amerikanischer, russischer, arabischer oder chinesischer Websitebetreiber kümmert sich drum, wenn irgendwelche in Europa das fordern? Würde das überhaupt wen in Europa interessieren? Vermutlich nicht. Der Herr Minister meint wohl, dass wir die Datenpakete wie Spieleboxen importieren und USK - Sticker draufkleben können.
Dienstag, 23. Juni 2009
Zur Lage im Iran
Nachdem Lightmaster mich dazu gebeten hat einen Artikel zur Lage im Iran zu verfassen und er sich selbst zensiert hat, leiste ich seiner Bitte folge:
Die Ursprüngliche Frage war, ob man als Außenstehender etwas tun kann um zur Entspannung der Lage beizutragen. An diesem Punkt muss man bedenken, dass der Iran keine Bananenrepublik ist. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Iran von Mahommad Mossadegh angeführt. Die USA stürzten ihn und ersetzten ihn durch den Schah (deutsch: König). Ayatholla Chomeni (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Ayatholla Khamenei) entfachte jedoch die islamische Revolution, nach der per Volksentscheid eine islamische Republik ausgerufen wurde. Die Macht liegt vor allem bei den Ayathollas und weniger beim Präsidenten. So viel zur Vorgeschichte.
Das Volk meutert momentan gegen den Präsidenten und (noch) nicht gegen die Ayathollas (zumindest scheint es mir so, auf Al Jazeera habe ich noch nichts von Protesten gegen Khamenei gelesen). Dies erscheint für Westler, die einen Präsidenten als Staatsoberhaupt gewohnt sind, schon wie ein Staat der kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die Proteste sind zwar recht heftig, jedoch beschränken sie sich auch Städte im Westen des Landes. Die Landbevölkerung im Osten steht meist hinter Ahmadinejad.
Was soll bzw. kann man also tun? Ich denke: nichts.
Das Volk hat schon mal einen von außen diktierten Schah gestürzt und einem von außen diktiertem oder auch nur unterstütztem System kann es ähnlich ergehen. Letztenendes werden die Iraner wieder selbst bestimmen wohin sie wollen, zur Not auch mit Gewalt. Genauso hat es sich damals Europa geregelt. Viele blutige Revolutionen, durch die sich die Menschen einem für sie optimalen System annäherten. Ebenso kann es jetzt in der persischen Welt kommen. Wenn andere Staaten eingreifen und nicht mehr "scharf kritisieren" werden diese nur eine weitere Zeit der Unruhe heraufbeschwören. Dies wird am Beispiel Afghanistan und Irak deutlich: Ein extremes Eingreifen seitens der Amerikaner hatte eine extreme Unzufriedenheitsreaktion des Volkes zur Folge. Nur durch den Knüppel Europas und Amerikas konnte eine Revolution unterdrückt werden.
Daher sollte sich der Westen aus iranischen Angelegenheiten weitestgehend heraus halten um nicht zusätzlich zu schaden. Ich glaube, dass sich dieser Staat selbst organisieren kann. Entweder er bleibt bei den Ayathollas mit Ahmadinejad oder er setzt an dessen Stelle Moussavi ein. Oder er wendet sich ganz von den Ayathollas ab. Wer weiß?
EDIT: Eben habe ich in den Nachrichten gehört, dass der Richterrat Neuwahlen strikt abgelehnt hat. Jetzt hören die Proteste entweder langsam auf, oder es gibt eine Revolution.
Die Ursprüngliche Frage war, ob man als Außenstehender etwas tun kann um zur Entspannung der Lage beizutragen. An diesem Punkt muss man bedenken, dass der Iran keine Bananenrepublik ist. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Iran von Mahommad Mossadegh angeführt. Die USA stürzten ihn und ersetzten ihn durch den Schah (deutsch: König). Ayatholla Chomeni (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Ayatholla Khamenei) entfachte jedoch die islamische Revolution, nach der per Volksentscheid eine islamische Republik ausgerufen wurde. Die Macht liegt vor allem bei den Ayathollas und weniger beim Präsidenten. So viel zur Vorgeschichte.
Das Volk meutert momentan gegen den Präsidenten und (noch) nicht gegen die Ayathollas (zumindest scheint es mir so, auf Al Jazeera habe ich noch nichts von Protesten gegen Khamenei gelesen). Dies erscheint für Westler, die einen Präsidenten als Staatsoberhaupt gewohnt sind, schon wie ein Staat der kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die Proteste sind zwar recht heftig, jedoch beschränken sie sich auch Städte im Westen des Landes. Die Landbevölkerung im Osten steht meist hinter Ahmadinejad.
Was soll bzw. kann man also tun? Ich denke: nichts.
Das Volk hat schon mal einen von außen diktierten Schah gestürzt und einem von außen diktiertem oder auch nur unterstütztem System kann es ähnlich ergehen. Letztenendes werden die Iraner wieder selbst bestimmen wohin sie wollen, zur Not auch mit Gewalt. Genauso hat es sich damals Europa geregelt. Viele blutige Revolutionen, durch die sich die Menschen einem für sie optimalen System annäherten. Ebenso kann es jetzt in der persischen Welt kommen. Wenn andere Staaten eingreifen und nicht mehr "scharf kritisieren" werden diese nur eine weitere Zeit der Unruhe heraufbeschwören. Dies wird am Beispiel Afghanistan und Irak deutlich: Ein extremes Eingreifen seitens der Amerikaner hatte eine extreme Unzufriedenheitsreaktion des Volkes zur Folge. Nur durch den Knüppel Europas und Amerikas konnte eine Revolution unterdrückt werden.
Daher sollte sich der Westen aus iranischen Angelegenheiten weitestgehend heraus halten um nicht zusätzlich zu schaden. Ich glaube, dass sich dieser Staat selbst organisieren kann. Entweder er bleibt bei den Ayathollas mit Ahmadinejad oder er setzt an dessen Stelle Moussavi ein. Oder er wendet sich ganz von den Ayathollas ab. Wer weiß?
EDIT: Eben habe ich in den Nachrichten gehört, dass der Richterrat Neuwahlen strikt abgelehnt hat. Jetzt hören die Proteste entweder langsam auf, oder es gibt eine Revolution.
Mittwoch, 17. Juni 2009
Nach dem Streik
Heute wurde also gestreikt. Das Schulgebäude war merklich leerer als sonst und die Forderung nach kleineren Klassen wurde eintägig realisiert. In einer Broschüre, die ich bekommen habe bestätigt sich der Verdacht auf den linken Hintergrund der Demos: In Konstanz waren unter den Organisatoren die Grüne Jugend, die Linke.SDS und die Linksjugend.Solid.
Erwähnenswert finde ich einen kleinen Flyer, der wie folgt Konsequenzen ausräumt:
Darüberhinaus wussten recht wenige Schüler worum es ging. Für die meisten war der Streik eine Gelegenheit zum Schulschwänzen.
Die, die wussten worum es ging blieben jedoch in der Schule.
Erwähnenswert finde ich einen kleinen Flyer, der wie folgt Konsequenzen ausräumt:
Es ist unser grundlegendes Recht zu demonstrieren!Das ist nicht korrekt: Schüler haben keinen Arbeitsvertrag mit der Schule oder dem Bildungsministerium und somit kein Streikrecht. Nachlesen kann man das im Grundgesetz, Artikel 9 Absatz 3. Dort wird von "Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen" geredet. Da Schüler in der Schule nichts im wirtschaftlichen Sinne in der Schule erwirtschaften, fallen sie nicht unter das Streikrecht (so lege ich das zumindest aus).
Bei Teilnahme an der Demonstration entfällt die Anwesenheitspflicht
(auch wenn die Lehrkräfte etwas anderes
behaupten!)!
Darüberhinaus wussten recht wenige Schüler worum es ging. Für die meisten war der Streik eine Gelegenheit zum Schulschwänzen.
Die, die wussten worum es ging blieben jedoch in der Schule.
Dienstag, 16. Juni 2009
Schulstreik
Morgen ist Schulstreik. Hier in Baden - Württemberg ist das zwei Tage vor der zentralen Klassenarbeit in Mathematik natürlich sehr gut getimed. Anscheinend gehen viele Schüler auf die Demos um unterrichtsfrei zu haben. Ob wirklich alle wissen, wofür sie da demonstrieren, bezweifle ich. Auch die Homepage der Streiktreibenden wirkt doch eher links- als schülermotiviert (siehe einige der Motive und Slogans).
Wie man lesen kann stehe ich dem Streik recht kritisch gegenüber. Da die Streikwebsite keine konkreten Ziele auflistet, greife ich auf diese Splittergruppe zurück, welche unter anderen folgende Ziele formuliert:
Zu 1: Wenn man Bildungsbedingungen verbessern will, warum verschlechtert man sie zuerst? An einer Einheitsschule gibt es eine Unterforderung besserer und Überforderung schlechterer Schüler, wenn man das Mittelmaß als Standardniveau nimmt. Nimmt man ein niedrigeres, welches niemanden überfordert, so kann man die Schule gleich ganz sein lassen. Meiner Meinung nach sind Schüler zwar gleichwertig aber nicht gleich (in ihrer Leistung), weshalb Schulen, die unterschiedliche Leistungstandards haben wohl schlussendlich gerechter sind.
Zu 4: Dann bitte auch der den Einfluss Politik. Offensichtlich nehmen linke Gruppen in diesem Streik starken Einfluss auf die Schule.
Zu 7: Ich bin im Allgemeinen ein Freund von Demokratie, aber ich zweifle wegen den folgenden Gründen, ob diese in der Schule durchsetzbar ist:
Wie man lesen kann stehe ich dem Streik recht kritisch gegenüber. Da die Streikwebsite keine konkreten Ziele auflistet, greife ich auf diese Splittergruppe zurück, welche unter anderen folgende Ziele formuliert:
- Eine Schule für alle – weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem
- Kostenlose Bildung für alle – von der Kita bis zum Studium
- Mehr Lehrer_innen, kleinere Klassen
- Beendet den Einfluss der Wirtschaft auf die schulen
- Gegen Schulzeitverkuerzungen wie dem G8-Abitur
- Schluss mit Repressionen gegen Schüler_innen
- Füreine Demokratisierung des Bildungssystems
Zu 1: Wenn man Bildungsbedingungen verbessern will, warum verschlechtert man sie zuerst? An einer Einheitsschule gibt es eine Unterforderung besserer und Überforderung schlechterer Schüler, wenn man das Mittelmaß als Standardniveau nimmt. Nimmt man ein niedrigeres, welches niemanden überfordert, so kann man die Schule gleich ganz sein lassen. Meiner Meinung nach sind Schüler zwar gleichwertig aber nicht gleich (in ihrer Leistung), weshalb Schulen, die unterschiedliche Leistungstandards haben wohl schlussendlich gerechter sind.
Zu 4: Dann bitte auch der den Einfluss Politik. Offensichtlich nehmen linke Gruppen in diesem Streik starken Einfluss auf die Schule.
Zu 7: Ich bin im Allgemeinen ein Freund von Demokratie, aber ich zweifle wegen den folgenden Gründen, ob diese in der Schule durchsetzbar ist:
- Viele Schüler interessieren sich wenig bis kaum für ihre Schule. Demokratische Abstimmungen an der Schule könnten Wahlbeteiligungen wie die Europawahl haben.
- Führen die Abstimmungen zu sinnvollen Ergebnissen? Sollen Fünftklässler für den Bau eines Spielplatzes die Oberstufe um den neuen Computerraum bringen? Oder soll umgekehrt der neue Oberstufen - Billardtisch wichtiger sein als die Nachmittagsbetreuung der Jüngeren sein, deren Eltern arbeiten? Ich denke Lehrer und Elternbeirat fällen diese Entscheidungen besser als Schüler.
Sonntag, 10. Mai 2009
Kontraproduktiv
Die Bundeswehr wirbt laut Telepolis gezielt Jugendliche für späteren Militärdienst an. Gleichzeitig will die SPD (und CDU) Paintball und mehr Computerspiele verbieten. Da weiß die eine Hand nicht was die andere tut. Wollen wir jetzt Soldaten, die mit Waffen umgehen können und den Umgang mit diesen virtuell und im Sport erlernen, aber deshalb gewaltbetreit sind? Oder wären Pazifisten wünschenswerter, die jegliches Soldatentum verbieten wollen?
Montag, 27. April 2009
Eine weitere Meinung zu von der Leyen
Nachdem Lightmaster und Telepolis ihren Senf zu unserer Familienministerin gegeben haben will ich jetzt auch mal:
Die Ursula sagt also:
Auch von der rechtlichen Seite kann Frau von der Leyen durchgängig verwirren. Wer zufällig auf eine geblockte Seite stößt wird nicht geloggt. Wer das gezielt tut schon. Wie unterscheidet man gezielte Zugriffe von ungezielten? Klar mehrere Zugriffe hintereinander! Moment, das setzt erstens genervte Pädophile vorraus, die immer wieder auf "refresh" klicken und zweitens ein Logging von Anfang an. Logisch und realistisch oder?
Aber ein gutes hat das ganze Malheur: Durch ihr umfassendes Unwissen im bezug auf IT & Internet beweist die Familienministerin eindeutig, dass sie eindeutig nicht Pädophil ist.
Die Ursula sagt also:
Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.Also sind sämtliche Hacker, Cracker und sogar minderjährige Scriptkiddies sofort Pädophil? Es ist ja anzunehmen, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der versierten Nutzer minderjährig ist. Können Jugendliche Pädophil sein? Hat Interesse an Computern das Verlangen nach Kinderpornos zur Folge? Die gehören dann natürlich auch verboten!
Auch von der rechtlichen Seite kann Frau von der Leyen durchgängig verwirren. Wer zufällig auf eine geblockte Seite stößt wird nicht geloggt. Wer das gezielt tut schon. Wie unterscheidet man gezielte Zugriffe von ungezielten? Klar mehrere Zugriffe hintereinander! Moment, das setzt erstens genervte Pädophile vorraus, die immer wieder auf "refresh" klicken und zweitens ein Logging von Anfang an. Logisch und realistisch oder?
Aber ein gutes hat das ganze Malheur: Durch ihr umfassendes Unwissen im bezug auf IT & Internet beweist die Familienministerin eindeutig, dass sie eindeutig nicht Pädophil ist.
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Dienstag, 14. April 2009
Frontal 21
Heute titelte Frontal 21 mit dem Bericht über das "Aufrüsten der Cyberarmee". (Die einzige "Armee" im Internet die mir bekannt ist /b/). Gezeigt wurde ein Rentner mit offenem WLAN, der "gehackt" wurde und jetzt von Bushido im Rechtsstreit um 4500€ erleichtert wurde, ein von Hackern abgeschaltetes Kraftwerk, eine unfähige Polizei und die strahlenden Retter des Volkes, die Antivirenhersteller Avira und Kaspersky.
Durchgängig redete man von "kriminellen Hackern" die "jeden einzelnen Bürger bedrohen" ... "einer internationalen Bedrohung aus dem Cyberspace" und einem "Cyberwar".
Jetzt frage ich mich:
Durchgängig redete man von "kriminellen Hackern" die "jeden einzelnen Bürger bedrohen" ... "einer internationalen Bedrohung aus dem Cyberspace" und einem "Cyberwar".
Jetzt frage ich mich:
- 4500€ für eine fremdverschuldete Urheberrechtsverletzung. Läuft da im Internet oder bei der Justiz was schief?
- Eine Kraftwerkssteuerung am Internet - ist das eine gute Idee?
- Offenes WLAN - warum nicht einfach von Werk ab ein Passwort? Wer das mutwillig deaktiviert ist selber Schuld und darf (zumindest meiner Meinung nach) jederzeit als "Mitstörer" belangt werden.
- Was spricht gegen einen Cyberwar? Solange nicht das AKW und die ICBM im Netz hängt sterben weniger Menschen als in einem realen Krieg
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Montag, 13. April 2009
Böser Staat, Versagen, Verträge und verwirrte Domainverteiler
Was denn jetzt? Erst wird Wikileaks vom bösen Überwachungsstaat brutal zensiert, dann ist DENIC schuld, der plötzlich von nichts weiß und jetzt hat jemand bei Wikileaks gepennt und der Kündigung der Providers nicht rechtzeitig widersprochen (so heise.de). Da haben wohl mal wieder die Paranoiker zugeschlagen und sofort sämtliche Teufel an die Wand gemalt. Gut, der Staat rutscht schon in Richtung Überwachung ab, aber gewisse Gruppen sind dafür so übersensibilisiert,dass sie sich so verhalten, wie kleine Kinder beim Stehlen von Süßigkeiten.
Samstag, 10. Januar 2009
Raketen als Zensurmittel
Kürzlich erzählte auf Al Jazeera ein arabischer Journalist, der nach England gereist war, dass seine drei Kollegen von einer israelischen Bombe getötet wurden, als sie in Al Jazeera Gebäude im Aufzug waren. Moment mal? Das Gebäude von einer Nachrichtenagentur wird gezielt bombardiert? Da saßen sicherlich Hamasmitglieder drin. Soldaten bewerfen ein Kamerateam, welches eine Demonstration filmt mit Tränengas? Wahrscheinlich haben die Kameramänner mitdemonstriert, auch wenn sie abseits standen. Was hat da auch die Presse zu suchen?
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