"Merkel gegen Steinmeier" hat man als Motto angegeben; eigentlich müsste es ja "Merkel & Steinmeier gegen vier Reporter" heißen. Ständig müssen sich die beiden Diskutierenden gegen die hochaggressiven Fragesteller verteidigen, statt aufeinander einzugehen. Eine Diskussion zwischen den beiden Kandidaten kam kaum zustande, da sie ständig durch rasende Themenwechsel eine Kommunikation unterbrochen wurde. Dadurch wurde es (besonders für Frau Merkel) leider nötig nochmal umständlich auf die Argumente des Vorredners einzugehen, was ja bei einer Diskussion unbedingt nötig ist, aber unnötig erschwert wurde. Unverschämt fand ich es, dass ein Reporter die beiden als "altes Ehepaar" bezeichnete. Hier haben sich leider die Reporter fast genauso sehr profiliert wie die Politiker.
Merkel und Steinmeier waren streckenweise erfreulich konkret und haben sich nicht ausschließlich auf schwammige Reden verlegt (welche es wie in jeder politischen Diskussion natürlich geben musste). Steinmeier's "Sieg" liegt aber leider weniger daran, dass er Frau Merkel unter den Tisch geredet hat sondern einige Male die Diskussionsleiter zum schweigen gebracht hat; denke ich. (obwohl ein "Sieg" in so einer Diskussion eigentlich nicht richtig definiert werden kann)
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