Als ich heute in der Schule saß und meinen Arabischkurs durchblätterte, bemerkte dies einer meine Mitschüler. Er sah sich einen arabischen Text kurz an und wunderte sich warum "kumbujurat" (Computer) und "dzawazzat" (Pässe) mit dem selben Buchstaben anfangen, obwohl es doch zwei unterschiedliche Wörter sind. Nach der Belehrung, dass Arabisch von rechts nach links gelesen wird, meinte er, dass doch alle Sprachen von links nach rechts gelesen werden müssten. Die rechtsbündige Einrückung der Texte beachtete er garnicht.
Auch über seine Äußerungen zum arabischen Alphabet musste ich mich wundern: Ihm war nicht klar, wie eine Sprache ohne ein westliches Alphabet zurechtkommen kann. Für ihn muss sie zumindest dessen Laute besitzen. Wie können die es wagen von dem überall gültigen unumstößlichen westlichen Standard abzuweichen?!
Anscheinend ein weiteres Beispiel für die Beschränktheit des westlichen Blickfeldes auf andere Kulturen.
2 Kommentare:
Stimme dir völlig zu. Ich beherrsche in groben Zügen das koreanische "Alphabet", wobei das ja gar kein Alphabet ist, da ja weder Alpha noch Beta drin vorkommen, aber mal ganz abgesehen davon finde ich das koreanische System viel effektiver als das westliche.
Man braucht eben länger, um sich daran zu gewöhnen, aber wenn man's denn mal kann, dann ist das wirklich super.
24 "Buchstaben" - "Laute" trifft's vielleicht besser - verschieden kombinierbar zu einer Silbe, bestehend aus 2, drei oder vier Buchstaben. Ich find's genial.
Ich hab ja noch nie arabisch gelesen, aber das hat sicher auch seinen Reiz...
Arabisch ist auch lautbasiert. So sind z.B Sch, Chr, dz dort als Shin(ﺵ), cha(ﺥ) und dhal(ﺫ) zu finden.
Wobei lateinische Schrift eh ne Kathasrophe ist: pqdb; irl1; yvu; ocu <- die Buchstaben sind bei manchen Handschriften kaum zu lesen (für Leute die das lateinische Alphabet nicht beherrschen)
Kommentar veröffentlichen