Vorgestern habe ich mein viertägiges Praktikum in dem Chempark bei Neuss abgeschlossen. Genauer gesagt war ich bei Currenta, im Ausbildungslabor. Dort haben wir (ich und 8 andere Praktikanten) Aspirin synthetisiert. Im und um den Chempark herrschen recht strenge Sicherheitsvorkehrungen: Werkschutz überall, ID Karten und hohe Zäune. Die größte Hürde reinzukommen war jedoch die wenig kooperative Dame am Empfang.
Innen drin fand man eine schachbrettartige Stadt vor mit ziemlich viel Verkehr und internem Schienenverkehr. Beeindruckend war das Notfallmanagement: Als es einmal zu einem Gasalarm kam, heulten Sirenen auf und binnen 5 Minuten war der ganze Betrieb in Schutzräumen untergebracht. Bei ca. 50000 Mitarbeitern eine beeindruckende Leistung.
Bei den anderen Praktikanten hatte ich Glück: Durchweg kompetente und freundliche Leute. Einer warnte in der Jugendherberge, dass er versehentlich Dihydrogen-monoxyd von Bayer mitgebracht hatte. Nach anfänglicher Panik war de Herbergsleiterin sehr verwundert nur eine Wasserflasche vorzufinden :D.
Weniger gut war unsere Verpflegung organisiert: Bayer stellte 10€ Essensgeld für 4 Tage Praktikum (nur Mittagessen). Bei Preisen von 90 Cent für 0,3 Liter Wasser war es nicht verwunderlich, dass wir draufzahlen mussten.
Alles in allem war es sehr interessant den Betrieb von innen zu sehen und mal unter Laborbedingungen zu arbeiten. Allerdings erscheint mir nun die ausstattung der Chemie in meiner Schule um so schäbiger.
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