Freitag, 9. Oktober 2009

Über Java

Ich habe kürzlich lang und intensiv mit einem Java Programmierer diskutiert, ob Java nun eine """gute""" Programmiersprache ist oder nicht. Herausgekommen ist natürlich keine Antwort; ich habe nur eine kurze Begründung für meine Abneigung gegenüber Java gefunden:
In Java gibt es einfach nichts besonderes, cleveres oder in irgendeiner anderen Form bemerkenswertes außer einer ebenso wenig bemerkenswerten Standardbibliothek.
(Das Oxymoron ist ein bewusst gewähltes Stilmittel)
Als ich z.B das Buch "Java ist auch eine Insel" (7. Auflage) gelesen habe, fiel mir folgendes auf: Ein erster, kurzer Teil beschäftigte sich mit der trivialen Syntax der Sprache. Danach folgte nur eine Übersicht über die mitgelieferte Bibliothek. Das wars. Ebenso verhält es sich meiner Erfahrung nach mit der Sprache: Man lernt schnell das Grundgerüst, aber bis man endlich die Bibliothek durchschaut hat vergehen Ewigkeiten. In anderen Sprachen, wie z.B Lisp oder C legt man eventuell selber mehr Hand an, aber das Erlernen von vielen Standardfunktionen entfällt, was manchmal viel mehr Zeit kostet und die erwartete Zeitersparnis durch Nutzen der Vorarbeit am Anfang der Beschäftigung mit der Sprache zunichte macht.
Später, wenn man eventuell einen Job in der Javaentwicklung hat und sämtliche Features bekannt sind trifft dies natürlich nicht zu, aber ich rede hier noch als "Jungprogrammierer".
Anzumerken ist noch, dass sich meine Beschäftigung mit Java in Grenzen hält, eventuell habe ich ja die große Erleuchtung verpasst; sollte dies so sein, so möge mich der nächste Javafan darauf aufmerksam machen!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Du hast die Insel gelesen? Obwohl du kein Java programmierst? Alle 1400 Seiten? Oder meinst du "reingeschaut"?

bad_alloc hat gesagt…

70% gelesen und 30% überflogen