Samstag, 1. Mai 2010

Mal wieder Code zwischen die Zähne bekommen

Endlich neigen sich alle größeren und zeitfressenden Schulprojekte dem Ende zu; Zeit also mal wieder etwas zu programmieren. Was war mir nach ca. 3(?) Wochen "Entzug" fast egal, ich hab einfach mal in der Schublade gestöbert, in die sämtliche Ideen wandern, die erdacht, aufgeschrieben und auf undefinierte Zeit verschoben werden.
Heute Mittag habe ich z.B. an einem Common Lisp IRC Bot gebastelt. Mein Fazit: Keine Bibliothek wie cl-irc nutzen, sie ist zu schlecht bis garnicht dokumentiert. Es geht fast besser das ganze Protokoll selbst über socket-streams ablaufen zu lassen.
Wild springend habe ich jetzt angefangen eine ""Lebenssimulation"" in C++ zu schreiben, in der Pflanzen, Pflanzenfresser und Fleischfresser sich gegenseitig verspeisen und auf andere Arten ein abstrahiertes Leben führen.
Mal schauen wann der nächste Sprung kommt. Oder wie lange es dauert, bis sich hier Dramen wie this->eat(map->getLifeformAt(xPos, yPos)) abspielen. Oder ob ein Bot mit Klammern um sich werfend im IRC erscheint. Oder ob wieder ein anderes wildes Projekt erscheint. Bis dahin verbleibe ich leicht angegriffen,

bad_alloc

Dienstag, 6. April 2010

Von erhofften Erfolgen, Inverslogik und Suchen

Der Blog lag still, wie sooft lag das an Zeitmangel in den Ferien. Ganz schön anstrengend sind diese, es wird mal wieder Zeit für die Schule. Ich habe in dieser "Ferienzeit" unter anderem ein Praktikum gehabt, am BWInf Runde Zwei teilgenommen und etwas an einer vermurksten Jahresarbeit gebastelt.
Das Praktikum lief eine Woche lang bei der Firma Exorbyte, einer Firma die auf Suchen spezialisiert ist. Zu tun war einiges; einen HTTP Proxy in Python zu schreiben, sich mit dem Produkt MatchMaker vertraut machen und ein C++ Programm mit der hauseigenen API zu schreiben. Dazu gab es längere Besuche bei (sehr netten) Mitarbeitern, um sich ein Berufsfeld direkt anzusehen. Um mir es jedoch anzugewöhnen, die anderen im Betrieb zu duzen hat eine Woche leider nicht gereicht. Ein für mich sehr erfreuliches Ende des Praktikums war das Angebot einen Ferienjob zu erhalten, was wirklich überraschend kam.
Der Bundeswettbewerb Informatik war weniger erfreulich: Nach längerer Beschäftigung mit den (wie ich fand) recht happigen Aufgaben und abschließender Dokumentation hat man doch eine gewisse Abneigung gegenüber Anagrammen und Fragmentierungsvermeidung entwickelt.
Dann ist da noch die Jahresarbeit; ich hatte die geniale Idee einen Addierer aus TTL Logik zu bauen. Man muss ja nur ein Paar Chips verkabeln - denkste. Momentan schwirren mir mehr undefinierte Potentiale, merkwürdige Verhaltensweisen und unerklärliche Ergebnisse durch die Schaltung als ich hier beschreiben kann. Eine Warnung an die Nachwelt: TTL Logik ist kein Steckbausatz und ein Multimeter erreicht beim Debuggen bei Weitem nicht die Leistung von Programmen wie gdb (wobei man der Schaltung zu Gute halten muss, dass sie nur selten mit SIGSEGV abstürzt)
Nunja jetzt ist jedenfalls wieder Zeit zum freien Coden (Lisp!), zum Basteln und zum Blogschreiben. In diesem Sinne,

bloggend (bzw in Zeichen 12,5 nicht mehr),
bad_alloc

Samstag, 20. Februar 2010

Von Werkzeugen, Freunden und dem Homo Interneticus

Kürzlich lief auf BBC Two eine ausgezeichnete Sendung über das Internet und seinen Einfluss ("The Virtual Revolution"). Kritiker und Befürworter des Internets hatten beide gleiche Sprechzeit und wurden nie polemisiert. Außerdem schaffte es die Dokumentation ohne die bösen Hacker etc. auszukommen und erreichte ein ausgewogenes, neutral-optimistisches Urteil über das Internet. So was findet man leider selten (und wahr war das Gesagte auch noch!). Behandelt wurden u.A folgende Themen:
  1. 10.000 Facebook Freunde → Was ist ein Freund?
  2. Informationsüberladung
  3. Was ist das Internet? (indirekt angesprochen, nicht so trivial wie es klingt)
  4. Das Internet frisst seine User (und unsere Kinder?)
  5. Fehler des Grundverständnisses der "analogen Generation" am Internet (nur indirekt angesprochen)
  6. Kultur der irrelevanten Wegwerfmasse
Neben der dringenden Empfehlung sich diese Dokumentation anzuschauen (möglicherweise sind einige Selbsterkennungsmomente dabei) , möchte ich hier noch ein paar eigene Gedanken ablegen:

1) Viele Kritisieren den Verlust der Bedeutung einer so genannten Freundschaft auf Seiten wie Facebook. Man denkt: "Wenn man 10.000 Freunde hat, ist das nicht eine Perversion des zwischenmenschlichen Verhaltens?". Dieses Argument, welches häufig von Internetkritikern benutzt wird ist meiner Meinung nach vollkommen haltlos: Kommunizieren wir den mit all den Tausenden regelmäßig? Nein, wir kennen die meisten nicht einmal! Hier wird etwas von oben herab als Freundschaft definiert, was gar keine sein kann. Das Merkmal einer Internetfreundschaft ist nicht die Bezeichnung, sondern die Menge an Kommunikation, die zwischen den Partnern herrscht. So kam auch heraus, dass in Facebook nur fünf bis sechs aktive Freundschaften bestehen. den Rest kann man durchaus als "soziale Ablagerungen" bezeichnen.

2) Es wurde auch aufgezeigt, wie viele den Umgang mit der Informationsflut bemängeln: Ein Springen von Seite zu Seite mit kurzem Überfliegen von Inhalten soll das Verinnerlichen von Wissen hemmen. Wer weiß, dass jede Information sofort aufrufbar ist, will nicht mehr langwierig und augenscheinlich umständlich in Büchern lesen. Hier haben die Kritiker recht, denn wer ein langes Buch durchliest, beschäftigt sich länger mit dem Stoff als ein Springer und hängt dann gewissermaßen vom Netz ab. Wenn in so einer Gesellschaft plötzlich zensiert wird, kommt dies einer teilweisen Hirnamputation gleich. Hier behaupte ich, dass das Internet wirklich eine Gefahr aufweist, sofern man durch falschen Umgang völlig abhängig wird.

3) Apropos falscher Umgang, der Film behandelt auch die Internetsucht und Vereinsamung vor dem Rechner. Viele sind der Ansicht, dass das Werkzeug Internet nur Gutes bringen darf, nicht etwa Sucht, Kriminalität und diverse andere Gefahren, gerade für Jugendliche, weshalb das Internet dringen eingeschränkt werden muss. Was wiederum übersehen wird ist der Begriff Werkzeug: Wie ein Hammer, ein Auto oder eine andere Maschine ist das Internet nur ein Instrument des Menschen für den Menschen Informationen auszutauschen. Genauso ist es Aufgabe eines Hammers Kraft auf ein anderes Objekt auszuüben. Ob dieses Objekt ein Nagel oder ein Schädel ist liegt am Anwender. Ebenso liegt es am Anwender was er in das Netz stellt, was er herausholt und wen er heranlässt (→Kinder). Wenn das Internet also doch schlussendlich "böse" wäre, so hätten wir es so gemacht. Es kann nur ein Spiegel unserer selbst sein [Anmerkung: großspurige Formulierung für einen großen Verständnisfehler]. Ein zusätzlicher Angstfaktor im Internet ist zum einen seine Ungreifbarkeit und Immateriallität und der von der Menge unverstandene Computer, der für den Laien nicht kontrollierbar scheint.

4) Der Vereinsamung der Kinder vor dem Computer und im Internet stelle ich die Fragen gegenüber: Warum bietet das Netz Kindern ein besseres Leben als das Reallife? Wird ihnen nichts besseres geboten? Ist man im Internet wirklich einsamer? Warum schiebt man die Schuld des Verkommens am Netz auf dieses selber und nicht auf das Versagen der Erziehenden?

5) Diesen Punkt habe ich weitgehend bereits erörtert. Die "Analogen" haben Angst vor dem unbeherrschbaren Computer und können aus ihrem linearen, auf eine Sache fixierten Denken kein Verständnis für die von Information zu Information hüpfende, weniger konzentrierte Gesellschaft entwickeln. Allerdings ist ihr Buchdenken nicht als obsolet abzustempeln, es ist eben ein anderer, älterer Denkansatz, der in anderen Umgebungen besser funktioniert als Hyperlinkdenken.

6) Einige Sprecher (Kritiker) im Film kritisierten, dass der größte Teil des Inhalts im Internet unbeständig und sich ständig ändernd sei. Es bestünde eine regelrechte "Informationswegwerfgesellschaft". Was ist daran schlecht? Wir haben ein Werkzeug um fast unbegrenzt viel dynamische Informationen zu übertragen, was genutzt werden will. Wer statische Infos braucht, soll ein Buch bemühen.

Montag, 15. Februar 2010

Blogblock

Wie man sieht ist in den letzten Monaten die Anzahl der Blogpost erheblich zurückgegangen, was augenscheinlich vor allem an fehlender Motivation lag: Ich machte Blogger mit einer Idee an, schreibe, verliere die Motivation und logge mich aus. Siebzehn unfertige Einträge haben sich so aufgehäuft. Meine Lösung für dieses Produktivitätstief: Erst auf dem Papier ein Konzept überlegen und dann schreiben. Man codet ja auch erst nach längerer Planung :)

Sonntag, 14. Februar 2010

Wir sind gut, ihr seid böse und die Opfer interessieren uns nicht.

Ist das das Motto der Ideologen, die sich gerade in Dresden getummelt haben? Immer wenn man mit selbsterklärten Linken spricht kommt man früher oder später an den Punkt, dass Linke die strahlenden Kämpfer gegen die dunklen (oder braunen?), 100% bösen Neo-Nazis sind.
Diese Bösewichte marschieren durch Dresden, bezeichnen das Ausbomben der Stadt durch die Alliierten als (Zitat) "Bombenholocaust am deutschen Volk" und leugnen bzw rechtfertigen z.T. en passant den Massenmord an Juden und anderen Verfolgte. Zum Glück haben wir ja unsere Linken mit der Elitetruppe "schwarzer Block", die mit Steinen, Schlägen und brennenden Mülltonnen gegen die Bösen vorgehen. Die marschieren mutig gegen Rechts vor und setzten sich der Gefahr aus mit Steinen beworfen, geschlagen zu werden und in brennende Mülleimer zu kommen.
Moment, sehe ich da etwa Parallelen? Beide Seiten leugnen bzw rechtfertigen Verbrechen in der Vergangenheit und Gegenwart um ideologiegemäß den anderen brutal zu unterdrücken. Linksfaschisten treffen auf Rechtsfaschisten um in einem sich prügelndem Einheitsbrei der Gewalt, Verblendung und Heuchelei unterzugehen. Die Polizei steht verwirrt daneben und scheint sich nicht zu trauen etwas zu tun.
Wir haben also Linke, die sich auf den Schutz des Andenkens an die Opfer des dritten Reiches berufen und so ihren anarchistischen Amoklauf zu rechtfertigen. Andererseits haben wir Rechte, die behaupten Deutschland sei im Krieg ein Opfer gewesen. Beide sind hier meiner Meinung nach gleich: Sie ziehen schreckliche Ereignisse des zweiten Weltkrieges in ein falsches Licht und missbrauchen diese für ihre Zwecke. Die wahren Opfer wird dies wohl mehr schmerzen als ein paar ungebildete Schmalspurfaschisten, die Parolen brüllen.
Unser Staat steht wie gesagt daneben und weiß nicht so recht (kein Wortspiel) was er tun soll: Gilt hier die Meinungsfreiheit (auch Radikalismus ist eine Ansicht, die toleriert werden muss, wenn man sich an die Gesetzte hält)? Müssen diese Chaoten nicht verboten und bestraft werden? Was auch immer die Antwort ist, wenn wir anfangen zu Verbieten (was moralisch nicht falsch wäre), dann müssen jedoch sowohl Links- wie Rechtsradikale Organisationen verboten werden, da sich beide sehr, sehr ähnlich verhalten.

BTW: Sollte sich jemand, bei diesen doch sehr heiklem Thema, ungerecht bzw. falsch beschrieben fühlen, so möge er in den Kommentaren darauf aufmerksam machen. Sollte ich wirklich danebengegriffen haben, wird der Eintrag entsprechend korrigiert.

Montag, 25. Januar 2010

Von Brot und Mathe

Ich will gar nicht viel reden, sondern zum Spielen mit XaoS, einem Fraktalgenerator auffordern. Tipp: richtig gute Bilder gibts etwa ab 500 Iterationen. Mein Rechner (Pentium 4 @ 3,6GHz) fängt hier schon an zu ruckeln, aber vielleicht hat da draußen jemand gerade eine riesige Workstation/Cluster?

Freitag, 22. Januar 2010

So little time, so much to blog.

So wenig Zeit, so viel zu tun und dementsprechend so wenig Zeit zum Bloggen. das beschriebt etwa weshalb in letzter Zeit so wenig vernünftiges rauskam. IRL hat sich das Arbeiten aber gelohnt:
Die viele Beschäftigung mit Bwinf hat z.B darin gefruchtet, dass ich zum IT Jugenforum in Bad Liebenzell eingeladen wurde, welches in der Burg Liebenzell veranstaltet werden wird. Momentan hoffe ich, dass derjenige, mit dem ich an der ersten Runde teilgenommen habe (und bei der er die, wie ich finde, bessere Arbeit geleistet hat), ebenfalls mitkommen kann.
Abgesehen von den Folgen der ersten Runde komme ich auch gut mit der zweiten voran (ich scheine sehr auf den Wettbewerb fixiert zu sein), eine Aufgabe, bezüglich der Anagrammbildung ist bis auf einen merkwürdigen Fehler beim Einlesen von Wortlisten mit Python fast gelöst. Bei der anderen, die die optimale Verteilung von Gruppen in Restaurants (aber eigentlich Fragmentierung) behandelt, muss ich mich momentan selber besiegen: Es war zuerst ein Algorithmus zu entwickeln, der Gruppen optimal verteilt. Diesen habe ich, aber nun muss einer entwickelt werden, der dem ersten Programm Werte zuspielt, die ihn dazu bringen, die sitze suboptimal zu verteilen. Schaffe ich dies, beweise ich, dass mein erster Ansatz fehlerhaft ist; scheitere ich, zeige ich zwar, dass mein bisheriges Programm gut funktioniert, kriege aber keine Punkte. Eine lose-lose Situation. (Die Aufgaben gibt es hier nebenbei)
Abgesehen vom Bwinf gibt es nicht blogwürdiges, außer das Entdecken von emacs als bessere Python IDE. Vielleicht blogge ich später mal darüber?